"Wenn alles sitzen bliebe"

von Wilhelm Busch (1832-1908)

Rom, (ZENIT.org) Britta Dörre | 356 klicks

Wenn alles sitzen bliebe,
Was wir in Haß und Liebe
So voneinander schwatzen;
Wenn Lügen Haare wären,
Wir wären rauh wie Bären
Und hätten keine Glatzen.

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Wilhelm Busch wurde am 15. April 1832 in Widensahl, einem kleinen Ort in der Nähe von Hannover, geboren. 1847 begann Busch zunächst, auf den Wunsch seines Vaters Maschinenbau an der polytechnischen Schule in Hannover zu studieren. 1851 wechselte er an die Kunstakademie in Düsseldorf und 1852 an die Königliche Akademie der Schönen Künste in Antwerpen. Im folgenden Jahr musste Busch nach Hause zurückkehren, da er an Typhus erkrankt war und sich kurieren musste. 1854 nahm er sein Studium in München an der Akademie der Bildenden Künste wieder auf. 1859 wurde Busch Mitarbeiter der „Fliegenden Blätter“, einer humoristischen Zeitschrift. Ein Jahr später, 1865, erschien die Bildergeschichte „Max und Moritz“, mit der er Berühmtheit erlangte. Es folgten weitere Bildergeschichten, wie 1872 „Die fromme Helene“. 1878 zog Busch wieder in seinen Heimatort Widensahl zurück. Ab 1889 lebte Busch in Mechtshausen, wo er am 9. Januar 1908 starb.