"Wenn ich eine Spende gebe, schaue ich dann meinem Bruder, meiner Schwester in die Augen?"

Messe von Papst Franziskus in der Domus Sanctae Marthae

Rom, (ZENIT.org) Britta Dörre | 359 klicks

Heute früh predigte Papst Franziskus in der Domus Sanctae Marthae über den Unterschied zwischen wahrem Glauben und einem Glauben, der sich vor allem an der Form orientiert.

Heuchler schienen gute Menschen zu sein, da sie nach außen hin alle Regeln befolgten. Doch es fehle ihnen an Herz und Güte.

Fasten bedeute, sich um das Leben seines Bruders zu sorgen und sich nicht des Leibes des Bruders und Jesu Christi zu schämen. „Es ist das Mysterium des Leibes und Blutes Christi. Es bedeutet zu gehen, um das Brot mit dem Hungrigen zu teilen, die Kranken zu versorgen, die Alten; diejenigen, die uns nichts im Gegenzug geben können: das bedeutet, sich nicht des Leibes zu schämen.“

Deshalb sei das schwierigste Fasten das Fasten der Güte. Der Gute Samariter sei dazu fähig, wie Papst Franziskus darlegte. Der Gute Samariter kümmere sich um den am Boden Liegenden, anders als der Priester, der Angst habe, sich zu infizieren.

„Wenn ich eine Gabe gebe, lasse ich die Münze fallen, ohne die Hand zu berühren? Und wenn ich sie zufällig berühre, mache ich sofort so? Wenn ich eine Spende gebe, schaue ich dann meinem Bruder, meiner Schwester in die Augen? Wenn eine Person krank ist, gehe ich sie besuchen? Begrüße ich sie zärtlich? Es gibt ein Zeichen, das uns vielleicht helfen wird, es ist eine Frage: weiß ich Kranke, Alte, Kinder zu streicheln oder habe ich den Sinn für die Zärtlichkeit verloren? Die Heuchler wussten nicht zärtlich zu sein! Sie hatten es vergessen… Schäme dich nicht des Leibes deines Bruders: es ist unser Leib!“