"Wenn ihr Jesus und dem Evangelium folgt, wird eure Freiheit wie eine blühende Pflanze aufgehen"

Ansprache von Papst Franziskus an die Ministranten

Rom, (ZENIT.org) Redaktion | 331 klicks

Papst Franziskus richtete sein Wort in einer Ansprache an die Ministranten und beantwortete einige ihrer Fragen.

„Ihr fragt euch, was ihr tun könnt, um eine größere Rolle in der Kirche zu spielen, und was die christliche Gemeinde von den Ministranten erwartet.“ Es brauche Menschen, so der Papst, die Zeugnis von der Liebe des Herrn ablegten. Jeder in der Gesellschaft habe die Aufgabe, sich in den Dienst des Gemeinwohls mit Nahrung, Kleidung, Medizin, Bildung, Information oder Gerechtigkeit zu stellen. „Wir Jünger des Herrn haben eine weitere Mission: diejenige, ‚Kanäle‘ zu sein, die die Liebe Jesu vermitteln.“ Besonders den Jugendlichen komme die Aufgabe zu, ihren Gleichaltrigen den Glauben zu vermitteln. Mut, Enthusiasmus, Spontaneität und Leichtigkeit in der Begegnung unter Jugendlichen helfe dabei. Viele Jugendliche benötigten der Liebe Jesu.

Für die Missionsarbeit seien Kenntnis und Liebe erforderlich. Ihr Ministrantendienst sei ihnen dabei eine Hilfe. „Ich gebe euch einen Rat: das Evangelium, das ihr in der Liturgie hört, lest es persönlich nach, in Stille, und wendet es auf euer Leben an.“ Der Herr rufe sie, mit Freude ihre Rolle in der Kirche zu spielen.

Der Papst erklärte, er verstehe, wie schwierig es sei, den Ministrantendienst mit anderen Aktivitäten in Einklang zu bringen, die für die Entwicklung der Jugendlichen wichtig seien. Es erfordere etwas Organisation der Zeit. Die Zeit sei ein Geschenk Gottes, die auf gute und fruchtbare Handlungen zu verwenden sei. Die Jugendlichen verlören oft zu viel Zeit mit flüchtigen Dingen. Jeden Tag müssten sie sich ihres Schöpfers erinnern, der sie liebe und begleite.

Weil die Menschen nach dem Ebenbild Gottes geschaffen worden seien, hätten sie das Geschenk der Freiheit erhalten. Falsch verwendet, könne sie jedoch von Gott entfernen. Deshalb bedürfe man der Orientierung, Anhaltspunkte und Regeln. Werde das Leben nicht vom Evangelium durchdrungen, könne sich die Freiheit in Sklaverei verwandeln. Unsere Vorfahren, Adam und Eva, seien der Sünde verfallen, weil sie von der Freiheit schlechten Gebrauch gemacht hätten. „Wenn ihr Jesus und dem Evangelium folgt, wird eure Freiheit wie eine blühende Pflanze aufgehen, und sie wird gute und reiche Früchte tragen! Ihr werdet authentische Freude finden, weil Er uns als glückliche und verwirklichte Männer und Frauen sehen will. Nur dem Willen Gottes folgend können wir Gutes vollbringen und das Licht der Welt und das Salz der Erde sein!“ Die Jungfrau Maria möge ihr Vorbild sein, ihre Mutter, die ihnen helfen möge, in der Kirche und in der Gesellschaft Akteure des Guten und Arbeiter für den Frieden, Kinder und Jugendliche voller Hoffnung und Mut zu sein.