Wer auseinanderdividiert und Zwietracht sät

Lesrbrief zu: Der Glaube ist das Geschenk Gottes (erschienen am 14. Januar)

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Von Albert Paliot



ROM, 20. Januar 2009 (ZENIT.org).- Ich finde Dr. Bergers Einsichten und Erklärungen im Hinblick auf die so genannte "Reformation" sehr nachdenkenswert, erhellend und wahr. Ähnliches schrieb auch Hugo Ball in seiner "Einführung ins byzantinische Christentum".

Ich erlaube mir, einen anderen Aspekt zu bedenken, der meist ein wenig übersehen wird. Der Teufel oder Satan wird heutzutage vielfach geleugnet bzw. seine Wirkungsweise unterschätzt, aber dennoch ist er nach meinem Dafürhalten eine Realität, mit der zu rechnen ist. Kann es nicht sein oder wäre es undenkbar, dass Satan selbst sich hinter dem verbirgt, was Reformation genannt wird!? Schon im gesamten 15. Jahrhundert sprach man von einer Reform in der Kirche, wie zum Beispiel auch der Kardinal Nikolaus von Kues. Aber es war ja mitnichten das gemeint, als was sich dann als die "Reformation" entpuppte und darstellte, nämlich der massenhaften Abfall von der Kirche Christi.

Satan träufelt dem einen oder anderen etwas in Herz und Sinn, nämlich den Gedanken der Trennung von der Kirche angesichts all der "Mißstände" (man kennt das ja seit 40 Jahren wiederum) und hat auch gleich einen schmeichelhaften Begriff parat, der sowieso schon die Runde machte: den der "Reformation". Ein schöner Begriff für eine dann unschöne Sache.

Satan sagt: "Du bist doch Deutscher, Engländer etc. und eigentlich kein Römer. Warum sprichst Du nicht Deutsch anstatt Latein? Es gibt nicht einmal eine anständige Bibel in deiner Muttersprache (eine gute Übersetzung ist gewiß nichts Schlechtes). Sei selbstbewußt!" Das und Weiteres mehr sind/waren Fangfragen und Ideen des Bösen, die dieser vielen Menschen damals wie heute eingibt.

Im so bezeichneten "Mittelalter" gehörten Katholischsein und sozusagen Deutschsein doch untrennbar zusammen. Man war froh, zur Kirche Christi des Papstes in Rom zu gehören. Und man war dazu selbstverständlich französisch oder deutsch bzw. bayrisch, fränkisch, schwäbisch, sächsisch. Das war kein Thema.

Die Apostelgeschichte berichtet darüber, dass es beispielsweise für viele Judenchristen durchaus nicht selbstverständlich war, mit Heidenchristen zu essen oder Eucharistie zu feiern.

Und plötzlich spielen zu Beginn des 16. Jahrhunderts solche Dinge anders, aber in ähnlicher Weise wieder eine Rolle bei der Christenheit nördlich der Alpen. Nämlich die Frage, ob man Christ und Deutscher, Franzose sein und gleichzeitig der "Kirche von Rom" angehören kann. Wie aus dem Nichts wurde das eine bestimmende Problematik - bis heute ja. Und dahinter steckt als Urheber Satan meines Erachtens, der sich anfälliger Menschen dazu bedient. Selbst bei vielen Katholiken etwa der deutschsprachigen Länder ist dieses Antirömische weitest verbreitet heutzutage.

Kaiser Karl V. versuchte alles, um die Einheit der Christenheit im katholischen Sinne zu wahren, aber die anderen wollten ganz bewusst die Trennung und Zerteilung. Darin besteht bis heute auch die wirkliche Teilung Deutschlands.

Die Folge des protestantischen Gebarens, ihrer oft ganz bewußten Uneinsichtigkeit waren/sind Kriege und Terror, "ethnische Säuberungen", Unterdrückung, Vertreibungen und Flucht und sprachliche Diskriminierungen bis jetzt. Zur Folge gehört ja auch die Nationenbildung und der gegenseitige Hass, der geschürt wurde und zum Teil immer noch wird. Das ist aus Europa geworden durch diese "Reformation".

Katholische Politiker wie Schuman, Adenauer und de Gaspari versuchten mitsamt den Päpsten, wieder ein neues, nämlich katholisches Europa zu bauen. Aber die Politiker der Europäische Union graben sich selbst und jedem Europäer neue Massengräber, da Jesus Christus und Seine Kirche aus der Verfassung eliminiert werden. Auch dahinter steckt Satan.