Wer das päpstliche Haus besucht, soll eine familiäre Atmosphäre vorfinden

Papst Franziskus an das Empfangspersonal des Vatikans

Rom, (ZENIT.org) Maike Sternberg-Schmitz | 331 klicks

Im päpstlichen Haus solle jeder Besucher eine familiäre Atmosphäre vorfinden und Bestätigung in seinem Glauben erhalten. So die Worte von Papst Franziskus an die Mitarbeiter des Vatikans, die mit dem Empfang der Gäste betraut sind. Der Wohnsitz des Papstes sei das Haus aller Gläubigen, denn es habe Jesus zum Besitzer, und wer dort arbeite, stehe im Dienst der Botschaft der universalen Liebe. Er richtete seine Worte insbesondere an die „Cavalieri della Bussola“, eine der ältesten Gruppierungen von Männern, die sich in diesen Dienst bereits unter Clemens VIII. stellten und die seit 1968 unter Paul VI. als „Addetti di Anticamera“ bezeichnet werden. Der Papst sagte zu ihnen und ihren Familien:

„Fragen wir uns: Wem gehört das päpstliche Haus? Wer ist der Eigentümer dieses Hauses? Das päpstliche Haus gehört allen, die zur katholischen Kirche gehören, und hier werden Gastfreundschaft, familiäre Wärme und Unterstützung praktiziert. Und der wahre Eigentümer des Hauses ist der Herr, dessen Jünger wir alle sind, Diener seines Evangeliums. Das erfordert, dass wir im Gebet in einem ständigen Dialog mit ihm sind, dass wir in seiner Freundschaft und in der Beziehung zu ihm wachsen und seine barmherzige Liebe gegenüber allen bezeugen.“

Papst Franziskus zeigte sich zutiefst erkenntlich für die Arbeit der Mitarbeiter und dankte ihnen für ihre Zuvorkommenheit und Höflichkeit. Er merke, dass ihre Arbeit von der Liebe zur Kirche und zum Papst geleitet werde. Ihre Arbeit brauche eine Seele.

„Die Liturgie von gestern hat uns den jungen Samuel gezeigt, der im Tempel von Jerusalem lebt und dort die Stimme des Herrn erkennt und ihm antwortet. Auch diese Räumlichkeiten mögen für euch ein Ort sein, an dem ihr Gott hört, der zu euch spricht, der euch aufruft, ihm immer reifer und großzügiger zu dienen.“

Auf diese Weise bringe ihre Arbeit die Freude zum Ausdruck, zur katholischen Kirche zu gehören.