Wer die Religionsfreiheit verteidigt, kämpft für die ganze Menschheit

Kommentar des Vatikan-Sprechers zur Botschaft zum Welttag des Friedens

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ROM, 21. Dezember 2010 (ZENIT.org).- Bei der Verteidigung der Religionsfreiheit, die nicht nur ein Recht der Christen, sondern aller Menschen sei, habe Papst Benedikt XVI. im Kampf gegen Fundamentalismus und Gewalt einen einzigartigen Dienst an der Menschheit geleistet. Dies erklärte der Pressesprecher des Heiligen Stuhles jetzt in der letzten Ausgabe der wöchentlichen Sendung „Octava Dies".

Aufsehen habe der Papst mit seiner Behauptung erregt: „Die Christen sind gegenwärtig die Religionsgruppe, welche die meisten Verfolgungen aufgrund ihres Glaubens erleidet," so Pater Lombardi in CTV.

„Diese Behauptung hat größte Aufmerksamkeit auf die Papst-Botschaft für den nächsten Weltfriedenstag gelenkt, weil viele weiterhin mit der irrigen Vorstellung leben, Christen stünden im Allgemeinen in Machtpositionen", so der Sprecher des Heiligen Stuhles. Diejenigen, die diskriminiert würden, so das Vorurteil vieler, seien "in der Regel Anhänger anderer Religionen", sagte P. Lombardi SJ.

Diese Informationen seien durch zahlreiche präzise Berichte dokumentiert worden, stellten aber nicht die Kernbotschaft dar, so Lombardi. Die päpstliche Botschaft „richtet sich mit ihrer großen Perspektive auf das Wohl der ganzen Menschheit. Es fordert die Würde der menschlichen Person ein und hat jeden Menschen vor Augen: Für sie wird hier Religionsfreiheit als Grundrecht einfordert."

Also keine Einzelbotschaft für Christen, sondern eine Botschaft für alle habe der Papst aufgesetzt, "für alle wird das Recht eingefordert, Gott suchen, erkennen und ihn in ihrem persönlichen Leben sowie in Gemeinschaft mit anderen verehren zu können."

„Ohne die Achtung dieses Rechts durch alle und für alle kann keine friedliche Gemeinschaft aufgebaut werden. Religiöser Fanatismus, Fundamentalismus und der aggressive Säkularismus sind Feinde des wahren Friedens", schloss der Vatikansprecher.