Wer ist Brasiliens erster Heiliger?

Frei Antônio de Sant'Ana Galvão (1739-1822)

Rom, (ZENIT.org) Britta Dörre | 386 klicks

Antonius Galvão de França wurde am 11. Mai 2007 von Benedikt XVI. während dessen Reise nach Brasilien heiliggesprochen. Damit ist er der erste aus Brasilien stammende Heilige. Benedikt XVI. beschrieb den Heiligen „als glühenden Anbeter der Eucharistie, als klugen und weisen Führer der Seelen, die ihn aufsuchten, und als großen Verehrer der Unbefleckten Empfängnis Mariens, als deren ‚Sohn und ständigen Sklaven‘ er sich betrachtete.“ 

Der selige Johannes Paul II. hatte Antonius am 25. Oktober 2008 in Rom seliggesprochen.

Frei Antônio de Sant’Ana Galvão wurde 1739 in Guaratinguetá geboren. Nach dem Besuch des Jesuitenkollegs in Belém wollte auch Antonius dem Jesuitenorden beitreten. Doch sein Vater zog es vor, dass sein Sohn Novize bei den Alkantarinern (Franziskaner) werde. Nachdem Antonius am 15. April 1760 in das Noviziat des Konvents San Bonaventura in Macacu bei Rio de Janeiro eingetreten war, legte er ein Jahr später, am 16. April 1761, die Profess ab. Seine Priesterweihe erfolgte am 11. Juli 1762.

Antonius war als Prediger, Beichtvater und Ratgeber äußerst beliebt; seine Fürsorge galt den Armen, Kranken und Bedürftigen. „Beispielhaft ist das Vorbild von Frei Galvão durch seine Bereitschaft zum Dienst am Volk, immer wenn er darum gebeten wurde. Er war ein bekannter Ratgeber, ein Friedensstifter der Seelen und der Familien“, so Benedikt XVI. während seiner Predigt über den Heiligen. 

1774 gründete Antonius gemeinsam mit Schwester Helena Maria vom Heiligen Geist das „Recolhimento de Nossa Senhora da Conçeicão“, ein Frauenkloster, und das Kloster „Recolhimento da Luz“. Im Jahr 1811 gründete der Heilige den Konvent Sancta (?) Clara in Soroeaba.

Frei Antônio de Sant’Ana Galvão verstarb am 23. Dezember 1822. Er wurde in der Klosterkirche des „Recolhimento da Luz“ bestattet.