Widerstand wird kommen

Beitrag von Erzbischof Tartaglias von Glasgow bei der heutigen 7. Synodenvollversammlung

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Von Jan Bentz

VATIKANSTADT, 12. Oktober 2012 (ZENIT.org). – Bei der 7. Generalversammlung der Bischofssynode in Rom für die Neuevangelisierung sprach heute auch Exzellenz Philip Tartaglia, Erzbischof von Glasgow und Präsident der schottischen Bischofskonferenz.

Der Würdenträger ging auf die Situation der Kirche seines Landes ein und richtete ein besonderes Augenmerk auf die Initiativen, mit denen die Neuevangelisierung umgesetzt werden wird.

Vor allem hob der Erzbischof die Liturgie hervor, aus der der lebendige Glaube an Christus hervorströme. Er wusste mit Freude über die sofortige Umsetzung der neuen Übersetzung des englischsprachigen Missale in der Liturgie zu berichten.

Der ordentliche Dienst der Pfarrer werde gestärkt, was sich in der zunehmenden Praxis der eucharistischen Anbetung zeige. Stärkung bedeutete auch die vermehrte Auswahl von Gebeten für das Priestertum.

Das Sakrament der Buße werde wieder erneut belebt, das wie auch das Sakrament der Firmung besonders Jugendlichen ermögliche, eine wahre Glaubenserfahrung zu machen.

In den Bildungseinrichtungen werde ein Programm namens „Das ist unser Glaube“ umgesetzt, das, vom Heiligen Stuhl approbiert, den Kindern die grundlegenden und weiterführenden Glaubensinhalte vermitteln solle.

In der Familienseelsorge werde eine „Kommission für die Familie“ eingesetzt, die auf Initiative der Bischofskonferenz gegründet wurde.

Junge Menschen würden mehr in das Pfarreileben eingebunden, ebenso die neuen kirchlichen Bewegungen. Auch der Dialog mit den anderen christlichen Glaubenskonfessionen werde gestärkt.

Viele Ereignisse für das Jahr des Glaubens seien damit bereits vorprogrammiert.

Der Erzbischof legte seinen Mitbrüdern ans Herz, sich von den mit Sicherheit auftretenden negativen und feindlichen Anfechtungen aus der Gesellschaft und den Medien nicht verunsichern zu lassen. Selbst Kritik aus den Reihen katholischer Gläubiger sei erkennbar, was die Notwendigkeit der Neuevangelisierung noch deutlicher zeige. Dies sei auch die Erfahrung des Bischofes sowie seiner Vorgänger, Kardinal O’Brians und Erzbischof Contis.

„Haben wir keine Angst, den katholischen Glauben, mit Mut, Offenheit und Klarheit zu predigen, mit Liebe und Barmherzigkeit, damit wir durch Demut und Überzeugungskraft die Botschaft Jesu Christi in die Welt tragen,“ schloss Erzbischof Tartaglia.