Wie das Leben eines Mädchens die Menschheit rettet

Der Film „Bella“ – ein Hymnus an die Liebe

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STRASSBURG, 23.Oktober 2008 (ZENIT.org).- Eine einfache Geschichte, von tiefster Menschlichkeit. Darüber, wie die wahre Liebe die größten Ängste des Menschen besiegt. Ein Film über die Schönheit und das Lächeln eines Mädchens, das nicht geboren werden sollte und das die beiden Hauptdarsteller ihre Lebensdramen bewältigen und mutig ihre Zukunft aufbauen lässt.

So beurteilten einige der dreihundert Jugendlichen, die am 22. Oktober in Straßburg an einer Exklusivausstrahlung von Bella teilnahmen, den Film von Regisseur Alejandro Gomez Monteverde.

Die Vorstellung war von der „Bewegung für das Leben“ für die 300 Gewinner des 21. Schülerwettbewerbs zum Thema „Europa und Menschenrechte. Wir Jugendlichen, die Hauptdarsteller“ organisiert worden.

„Bella“ erzählt von José, einem aufstrebenden mexikanischen Fußballspieler, der auf dem Weg zum Vertragsabschluss mit „Real Madrid“ ein kleines Mädchen anfährt und tötet. Die Tragödie verändert das Leben von José für immer. Nicht nur, weil er zu einer Gefängnisstrafe verurteil wird, seine Fußballkarriere beenden und als Koch im Restaurant seines Adoptivbruders arbeiten muss, sondern hauptsächlich deshalb, weil er beschließt, von nun an sein Leben den anderen zu widmen.

Die erste Gelegenheit dazu ist Nina, eine junge Frau, die wegen unbegründetem Fehlen von ihrem Stiefbruder entlassen wird. Das Mädchen – schwanger und deshalb nicht in der Arbeit – ist erschrocken und verängstigt, steht am Anfang der Verzweiflung. José folgt ihr, zeigt ihr sein Mitgefühl, begleitet sie, spricht zu ihr, stellt sie seiner Familie vor und erklärt ihr schließlich den Grund für seine eigene Traurigkeit.

Nina ihrerseits erzählt ihm von ihrer Absicht, die Schwangerschaft abzubrechen, da sie sich nicht im Stande sieht, diese durchzustehen, allein, ohne Geld und ohne den Beistand ihrer eigenen Mutter, die sich nie vom Tod ihres Mannes erholt hat, der starb, als Nina zwölf Jahre alt war.

José ist gegen ihre Entscheidung abzutreiben, äußerst sich jedoch nicht direkt diesbezüglich; er findet einen Job für Nina, bringt sie zum Abendessen mit seiner Familie nach Hause und lässt sie allem voran den Beistand und die Nähe eines Menschen erfahren.

Auf ergreifende Weise spiegelt der Film die Dramen wieder, die die menschliche Seele erschüttern, doch die Erzählung verliert dabei nicht ihre Leichtigkeit und die Dialoge nicht ihre Tiefe. Und die Beziehungen zwischen den Personen zeugen von großer Menschlichkeit.

Die Charaktere erleiden tiefe Verletzungen, doch alles ist erfüllt von großem Vertrauen in die Möglichkeit, mit Liebe und Beistand das Gute erreichen zu können.

Der Film erwähnt nie die Begriffe Abtreibung, Gott, Solidarität, Menschlichkeit, Schutz des Lebens und der Familie, doch die Bilder, das Schweigen, die einzelnen Geschichten und die verschieden Personen fügen sich zusammen zu einem bewegenden Gedicht über die Liebe.

Teilweise erscheint der Film mit all seinen Rückblicken und Standbildern etwas langwierig, doch seine Botschaft bleibt von emotionaler und erschütternder Intensität. Keinem der Teilnehmer an der Exklusivausstrahlung gelang es, nicht die eine oder andere Träne zu vergießen.

Der Film wurde bei der Erstveranstaltung des „Fiuggi Family Festivals“ als „Spezialevent“ vorgestellt und war Gewinner des Publikumspreises beim Filmfestival von Toronto. In Italien wird „Bella“ von „Lux Vide“ vertrieben. Ein Interview mit dem mexikanische Hauptdarsteller und Produzent Eduardo Verástegui veröffetnlichte ZENIT im Juni (vgl. Bekehrung zum katholischen Glauben).

Von Antonio Gaspari; Übersetzung von Katharina Marschall