Wie ein weiteres Mitglied der Familie

4.750 Familien nehmen Pilger während des Weltjugendtages in Madrid auf

| 671 klicks

MADRID, 19. August 2011 (ZENIT.org/WJT 2011). - Die Pilger des WJT kommen aus der ganzen Welt nach Madrid. Die Aufnahmezentren öffnen ihre Türen: Sportzentren, Institute, Herbergen, Pfarreien und Gastfamilien: 4.750 Madrider Häuser werden 14.725 Jugendliche während des WJT aufnehmen.

Seit November 2010 haben sich Familien in der Stadt bereit erklärt, Pilger aufzunehmen, mit dem Ziel, dass die Jugendlichen die Gastfreundschaft der Madrider und den christlichen Geist erleben können. Heute ist dies bereits Wirklichkeit, und Jugendliche aus allen fünf Kontinenten haben sich bereits in Madrider Häusern einquartiert.

„Für alles, was du gibst, wird der Herr dir das Hundertfache geben.”

Carmen Guerrero, Mutter von 3 Kindern, hat in ihrem Haus drei Brasilianer aufgenommen. Die Gäste brachten drei riesige Koffer, Demut und viele gute Wünsche mit. „Meine Kinder sind bei den WJT in anderen Ländern immer aufgenommen worden. Jetzt bin ich dran“, erklärte sie. „Ich lebe in Madrid, im Zentrum dieses Weltereignisses, und darum möchten wir mit dem, was wir haben, helfen, damit alles funktioniert und damit die Jugend Christus näher kommt.“

Die Familie wird in diesen Tagen vor allem eines tun, helfen. Sie werden mit der Pfarrei von Torrelodones zum Cibeles-Platz gehen und hoffen, dass die Erfahrung des WJT sie in ihrem Glauben bekräftigt und sie in der Christusnachfolge ermutigt: „Wir sind nicht allein, wir sind eine große Familie. Möge dieser WJT uns einigen!”

„Die herzliche Aufnahme ist ein großes Geschenk”

Die Familie von Pablo Gómez, einem 12-jährigen Jungen, hat zwei französische Pilgerinnen aufgenommen. Anne, eine der Pilgerinnen, hat erzählt, dass ihr Flugzeug eine Stunde Verspätung hatte. Die Familie ist trotzdem am Flughafen geblieben und hat sie mit einem breiten Lächeln empfangen. Auch sie erzählt, wie das Frühstück jeden Morgen fertig ist und wie die Familie sie jeden Nachmittag erwartet, damit sie erzählt, was sie während des Tages gemacht hat. „Als ich hierher kam, haben sie mir erklärt, dass ich zu Hause wäre, und so habe ich mich die ganze Zeit gefühlt”, sagte sie.

Und: „Fatima – die Mutter von Pablo – ist Freiwillige und hat sich darum gekümmert, dass wir uns wohl fühlen. Sie kümmert sich darum, dass wir genug schlafen, und gibt uns die Möglichkeit, eine spanische Familie kennenzulernen.“ 

Pablo war am Anfang überrascht, denn normalerweise ist es bei ihm zu Hause nicht üblich, dass man Unbekannte aufnimmt. Jetzt bekräftigt er aber, dass es sich lohne, dass die Pilgerinnen sehr nett seien und dass seine Familie es wieder machen würde.

„Sie sind wie ein weiteres Mitglied der Familie. Meine Eltern sind sehr großzügig gewesen, denn trotz vieler Probleme und Sorgen haben sie sich entschieden, in so einer direkten Art und Weise am WJT teilzunehmen.“