Wie lebt der Papst die Fastenzeit?

Pater Federico Lombardi SJ, Leiter des Pressebüros des Heiligen Stuhls gibt Einblick in die erste Woche

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ROM, 23. Februar 2010 (ZENIT.org).- Derzeit meditiert Benedikt XVI. für eine Woche im Vatikan. Der Einstieg des Papstes in die Fastenzeit, so erklärte der Sprecher des Heiligen Stuhls, erkläre mehr als viele Worte über das Wesen dieser vierzig Tage der Vorbereitung auf das Osterfest.

„In einer säkularisierten Gesellschaft wissen viele nicht mehr genau, was die Fastenzeit bedeutet und wie gelebt werden sollte. Wenn wir eine klare und konkrete Antwort auf diese Frage suchen, brauchen wir nur darauf zu schauen, wie Papst Benedikt sie lebt", so Pater Federico Lombardi SJ, Leiter des Pressebüros des Heiligen Stuhls, in der jüngsten Ausgabe von „Octava Dies", der Wochenschau des Vatikanischen Fernsehzentrums.

Fastenzeit ist eine konkrete Zeit der geistlichen Erneuerung der Mitte der christlichen Botschaft. Dies geschieht vor alle durch konkrete Gesten der Liebe.

Am 14. Februar, am Sonntag vor dem Aschermittwoch, besuchte der Papst die Herberge der Caritas auf dem Bahnhof von Rom. „Er konnte den Armen der Stadt begegnen, deren Bischof er war: mit ihnen sein, ihnen die Hand drücken, mit Anteilnahme in ihre Augen schauen und ihnen Worte des Trostes und der Hoffnung zusprechen. Konkrete Gesten der Liebe", sagte der Sprecher.

Fastenzeit sei aber auch ein Aufruf zu "Umkehr und Buße". Am 15. und 16. Februar habe sich der Papst mit den irischen Bischöfen getroffen, mit ihnen gebetet und gemeinsam die Situation der Kirche in ihrem Land betrachtet, wo viele Fehler und Sünden begangen worden seien, und der Skandal des sexuellen Missbrauchs von Priestern viele Menschen verletzt und die Kirche tief gedemütigt habe. Der Papst habe sie dazu ermutigt, die Barmherzigkeit Gottes zu erbitten und die Gabe des Heiligen Geistes für die Erneuerung der Kirche. Umkehr und Buße.


Die Tage der Vorbereitung auf Ostern dienten aber auch einer Intensivierung von "Gebet und Hören des Wortes Gottes". Am 17. und 18. Februar habe der Papst den Bußgottesdienst gefeiert, ein Aschenkreuz erhalten und anderen das Aschenkreuz auferlegt und dann ein Treffen mit den Priestern gehalten, um mit ihnen gemeinsam eine Seite der Heiligen Schrift zu lesen und zu meditieren. Er habe dies mit einer tiefen Demut und Weisheit getan, die allen geholfen habe, eine vielleicht verlorengegangene Liebe zum Wort Gottes im Hören wieder zu entdecken. "Gebet und Hören des Wortes, Umkehr und Buße, Werke der Nächstenliebe", das sind wesentliche Elemente der Antwort, die Jesus denen gab, die ihn über den Kern des Gesetztes befragten. Ihnen erzählte er ein Gleichnis und schloss mit den Worten: „Geh und handle genauso!" so Pater Lombardi SJ.


[Übersetzung aus dem Spanischen von Susanne Czupy]