Wie soll der Priester des dritten Jahrtausends aussehen?

Studienwoche an der Päpstlichen Universität vom Heiligen Kreuz

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ROM, Freitag, 3. Februar 2012 (ZENIT.org).- Gibt es ein geeignetes Modell für das Priesterseminar des dritten Jahrtausends? Wie kann man bei der Ausbildung der Priester den Herausforderungen der Neuen Evangelisierung gerecht werden? Sollte man mehr auf die „Zahlen“ oder auf die „Qualität“ der Priesterkandidaten achten?

Antworten auf diese und auf andere Fragen werden in der 2. Studienwoche für die Ausbilder der Priesterseminare gesucht, die vom Zentrum für Priesterausbildung der Päpstlichen Universität vom Heiligen Kreuz veranstaltet und vom 6. zum 10. Februar 2012 stattfinden wird.

An der Veranstaltung werden zahlreiche Seminarrektoren, geistliche Führer und sonstige Ausbilder teilnehmen, die aus unterschiedlichen kulturellen Kontexten stammen und verschiedenen kirchlichen Realitäten angehören.

Die Führungsfunktion des Seminarrektors und des Ausbilderteams „zeigt sich immer deutlicher als der entscheidende Faktor bei der erfolgreichen Ausbildung der Priesteranwärter“, schreiben die Veranstalter. Daher sei „eine akkurate Qualifikation“ dieser Personen „absolut notwendig“. Diese erfordere aber „spezielle Eigenschaften, die sich von denen, die an anderen, auch kirchlichen Instituten nötig sind, stark unterscheiden können“.

Der Ablauf der Studienwoche kreist um vier große Themenbereiche: der Rektor, das Ausbilderteam, die Seminaristen und das Seminar.

Zu diesen Themen werden am ersten Tag (6. Februar) Msgr. Juan Ignacio Arrieta (Sekretär des Päpstlichen Rates für die Gesetzestexte), mit einem Vortrag über „Die Autorität als kirchlicher Dienst“ und Msgr. Paolo Rabitti (Erzbischof von Ferrara-Comacchio), über „Die Verwaltungsaufgaben des Rektors“ referieren.

Am Dienstag, dem 7., werden Msgr. Marco Antonio Cortez Lara (Bischof von Tacna und Moquegua, Peru) über „Die Ausbildung der Ausbilder“ und der ehrw. Prof. José Maria La Porte (Päpstliche Universität vom Heiligen Kreuz) über „Verständigung und Absprache zwischen den Ausbildern“ sprechen.

Für Donnerstag, den 9. Februar, ist der Vortrag von Msgr. Agostino Superbo (Vizevorsitzender der Italienischen Bischofskonferenz und Erzbischof von Potenza-Muro Lucano-Marsico Nuovo) über „Zulassung und Entlassung der Seminaristen“ vorgesehen, gefolgt vom Sekretär der Kongregation für den Klerus, Msgr. Celso Morga, der über „Das Erkennen der Eignung für die Weihen“ referieren wird.

Zum Abschluss am Freitag, den 10. Februar, geht das Wort an Msgr. Mario Delpini, Weihbischof von Mailand, mit einem Vortrag über „Leben und Regeln im Seminar“, und an den ehrw. Prof. Fernando Puig (Päpstliche Universität vom Heiligen Kreuz), der sich zum Thema “Verwaltung und Ausbildungsumfeld” äußern wird.

Den Teilnehmern werden außerdem drei nachmittägliche Workshops (Ausarbeitung des Ausbildungsprojekts, Ausarbeitung von Berichten und Führung des Seminararchivs) und der Besuch der Generalaudienz des Heiligen Vaters auf dem Petersplatz angeboten.

Zum ausführlichen Programm hier.

[Übersetzung des italienischen Originals von Alexander Wagensommer]