Wir bereiten die Medizin, der Herr schenkt uns die Gesundheit

Die Apotheke des Konvents Sant'Anna der Frati Carmelitani Scalzi in Genua

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ROM, 7. August 2012 (ZENIT.org). - „Nos Medicinam Paramus, Deus Dat Nobis Salutem“: mit diesem Motto wird jeder begrüßt, der die Apotheke des Konvents von Sant'Anna in Genua aufsucht. Die an den Konvent angeschlossene Apotheke stellt die ideale Verbindung jahrhundertealten Wissens und Tradition mit moderner Technologie dar.

Seit 1584 sind die Frati Carmelitani Scalzi in Genua ansässig. Von ihrem Konvent aus hat man einen wundervollen Panoramablick über die Stadt. Ursprünglich war der Konvent isoliert gelegen, doch im Laufe der Zeit sind Konvent und Stadt aneinander gewachsen, und heute ist er ein leicht erreichbarer Ort.

Dass die Frati Carmelitani Scalzi Heilmittel erstellen, ist erstmals zwischen 1721 und 1729 im Konvent von San Carlo erwähnt. In Sant'Anna erhält die Arzneimittelherstellung ab dem 27. Juli 1778 eine professionelle Ausrichtung. Der Arzt Lorenzo Robello verpflichtet sich nämlich, als Arzt und Drogist dem Konvent Medizin und Heilmittel zur Verfügung zu stellen, und zwar sowohl zum internen als auch zum externen Gebrauch. In den alten Registern findet man eine entsprechend vielfältige Auflistung von Rohstoffen, die beim Herstellen der Arzneien zur Anwendung kamen, und Produkten vor. Darunter befinden sich exotische Gewürze wie Zimt, aber auch Tabletten gegen Wurmbefall.

Einige der Heilmittel sind heute noch in der Apotheke erhältlich, so zum Beispiel der Rosensirup, ein Klassiker der Apotheke von Sant'Anna. Für fast alle Beschwerden kann eine Linderung oder Heilung mit natürlichen Heilmitteln gefunden werden.

Die Frati Carmelitani Scalzi stellen tagtäglich ihre Tätigkeit in den Dienst des Herrn: „Gott bringt aus der Erde Heilmittel hervor, der Einsichtige verschmähe sie nicht. Wurde nicht durch ein Holz das Wasser süß, sodass Gottes Macht sich zeigte? Er gab dem Menschen Einsicht, um sich durch seine Wunderkräfte zu verherrlichen. Durch Mittel beruhigt der Arzt den Schmerz, ebenso bereitet der Salbenmischer die Arznei, damit Gottes Werke nicht aufhören und die Hilfe nicht von der Erde verschwindet (Sir. 38,4-8).“

Die Apotheke wird nicht nur von Genuesen aufgesucht, sondern aus ganz Italien kommen Besucher, um bei Bruder Ezio und seinen Mitarbeitern Rat und das passende Heilmittel zu finden. Wer nicht die Reise nach Genua auf sich nehmen kann, kann sich auch telefonisch oder per Mail an Bruder Ezio wenden. 

Weitere Informationen über den Konvent Sant'Anna und die Apotheke der Frati Carmelitani Scalzi können dieser Seite entnommen werden. [bd]