"Wir brauchen das Wissen, wie wir demenziell Erkrankten begegnen"

Erster Deutscher Malteser Demenz-Kongress

Rom, (ZENIT.org) Britta Dörre | 321 klicks

Am 8. März 2014 fand in Duisburg der Erste Deutsche Malteser Demenz-Kongress mit 300 Kongressteilnehmern statt. Zwei Tage diskutierten Fachleute aus dem In- und Ausland über die Demenzerkrankung und die Versorgungsmöglichkeiten der Erkrankten.

Der Maßstab für die Betreuung von Menschen, die an Demenz erkrankt sind, müsse von den Angehörigen und Betreuern an den Bedürfnissen der Erkrankten ausgerichtet werden. Welchen Schwierigkeiten sich die Angehörigen und Pflegenden bei der Bewältigung ihrer Aufgabe häufig stellen müssten, wurde mehrfach betont und mehr Unterstützung bei der häuslichen Pflege zugesprochen. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe versicherte: „Wir werden in einem ersten Reformschritt einen Schwerpunkt auf einen weiteren Ausbau der Betreuungsleistung legen, damit ältere und pflegebedürftige Menschen wie gewünscht länger zuhause bleiben können.“

Mit zunehmendem Fortschreiten der Krankheit wird es für Angehörige und Pflegende immer schwieriger, mit dem Erkrankten zu kommunizieren. Deshalb sind eine umfassende Informationsarbeit und eine entsprechende Schulung der Angehörigen und des Pflegepersonals dringend erforderlich. Dr. Franz Graf von Harnoncourt, Geschäftsführer Malteser Deutschland, erklärte: „Wir brauchen über alle Generationen, vom Teenager bis zum Senior, das Wissen, wie wir demenziell Erkrankten begegnen und mit ihnen kommunizieren“.

Die Malteser verfügen über ein sehr breitgefächertes Angebot mit 30 Einrichtungen wie Krankenhäusern, Altenhilfe- und Tageseinrichtungen und mehr als 80 überwiegend ehrenamtlich getragenen Diensten, die sich auf die Versorgung von Menschen mit einer Demenzerkrankung spezialisiert haben.