"Wir gehen dahin, wo das Wasser stand"

Malteser ziehen positive Bilanz für Hochwassereinsatz

Rom, (ZENIT.org) Britta Dörre | 244 klicks

Seit dem katastrophalen Hochwasser in Bayern, Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt zogen die Malteser, die sich intensiv in den betroffenen Regionen engagierten, eine positive Bilanz. Insgesamt neun Millionen Euro konnten bisher zur Unterstützung der betroffenen Menschen ausgegeben und verplant werden. Finanzielle Hilfen für 400 Personen zur Reparatur von Gebäudeschäden, der Wiederaufbau von zehn privaten und gemeinnützigen Einrichtungen wie Schulen und Vereinen, hunderte Gespräche zur psychosozialen Nachbetreuung von Hochwasserbetroffenen und die Finanzierung von mehr als 19.000 warmen Mahlzeiten wurden so ermöglicht.

Der Präsident des Malteser Hilfsdienstes, Dr. Constantin von Brandenstein-Zeppelin, erklärte: „Das Hochwasser hat viel mehr zerstört als Steine und Häuser. Der Bedarf an sozialer und psychologischer Unterstützung ist groß und zeigt das Ausmaß der Belastungen. Das Hochwasser war und ist immer noch eine Katastrophe für die Seele vieler Menschen. Wir warten nicht ab bis jemand um Hilfe fragt, sondern wir gehen dahin, wo das Wasser stand und die Menschen – aus welchen Gründen auch immer – nicht um Unterstützung bitten. Wir klopfen an, bieten ein offenes Ohr und beraten sie. Ob Menschen einsam sind oder mit den wirtschaftlichen Folgen nicht zurecht kommen: Wir kümmern uns um ihre individuellen Bedürfnisse.“

Die Malteser waren mit 800 überwiegend ehrenamtlichen Helfern des Katastrophenschutzes während des Hochwassers im Einsatz. Dank großzügiger Spenden aus der Bevölkerung stehen den Maltesern elf Millionen Euro, davon mehr als neun Millionen über das Aktionsbündnis „Aktion Deutschland Hilft“, zur Verfügung.

Mehr Informationen können der Seite www.malteser-hochwasserhilfe.de entnommen werden.