„Wir haben die gleiche DNA wie unser Vater Don Bosco"

Salesianer wollen sich im 26. Generalkapitel auf ihre Wurzeln besinnen

| 1079 klicks

ROM, 4. März 2008 (ZENIT.org).- Die feierliche Eröffnung der 26. Generalkapitel dea Salesianerordens begann am 3. März im Salesianum in Rom mit einer leidenschaftlichen Anrufung des Heiligen Geistes.

Neben den 232 Delegierten aus aller Welt waren in der Aula auch Kardinal Franc Rodé, Präfekt der Kongregation für das geweihte Leben und die Gesellschaften des apostolischen Lebens, zugegen sowie zahlreiche Salesianerbischöfen, darunter auch Kardinal Raffaele Farina, Bibliothekar und Archivar der Heiligen Römischen Kirche; Kardinal Joseph Zen, Bischof von Hongkong, und Kardinal Miguel Obando Bravo, emeritierter Erzbischof von Managua.

„Wir haben die gleiche DNA wie unser Vater Don Bosco", sagte der Generalobere, Don Pascual Chávez, bei der Eröffnung. „Seine Gene sind die Leidenschaft für die Rettung der Jugend; Vertrauen in den Wert eines hohen Bildungsstandards; die Fähigkeit, viele Menschen in einem solchen Maße zu integrieren, dass eine große Bewegung von Menschen ensteht, die gemeinsam durch die Mission der Jugend die Mystik des da mihi animas [Gib mir Seelen] und die Askese der cetera tolle [Nimm alles andere] teilen". Das 26 Generalkapitel wolle sich für etwas Neues öffnen.

„Die Notwendigkeit der Rückkehr zu den Ursprüngen drängt sich uns geradezu auf. Wir sind aufgerufen, Inspiration in der apostolischen Leidenschaft von Don Bosco selber zu finden. Wir sind aufgefordert, aus den Lebensströmen des Charismas zu schöpfen und uns gleichzeitig mit Mut und Kreativität zu öffnen, um neue Wege zu finden, dies heute zum Ausdruck bringen", betonte der Generalobere.

„Es ist wichtig, liebe Kapitelteilnehmer, dass jeder von uns tief in Harmonie mit Gott eintritt, der uns ‚heute’ so anruft, so dass die Inspiration und die Kraft des Geistes nicht in unseren Herzen verkümmert, auf unseren Lippen nicht verstummt und in unserem Denken nicht verbogen bleibt (vgl. Eph 4,30). All dies bedeutet, dass die Anstrengung, zu der wir aufgerufen sind, uns zu öffnen, darin besteht, so weit wie möglich unsere ‚spirituelle’ Empfänglichkeit zu öffnen und tief in uns den Willen Gottes für die Kongregation zu entdecken.“

Chávez wies außerdem auf die Haltungen hin, die die Richtschnur für die Arbeit der Kapitulare sein sollte: „die Pflege des prophetischen Geistes", „wahrnehmende Erkenntnis", „mit dem Gott der Geschichte unterwegs sein" und „auf dem Felsen, der Christus ist, bauen".

Der Generalobere erklärte ausführlich das Motto dieses Generalkapitels: Ziel sei es, dass die Begegnung „das Herz der Salesianer derart zu berühren vermag, dass jeder Mitbruder ein neuer Don Bosco ist, sein Dolmetscher im Heute!"

Identität und Mission seien die beiden Elemente, welche die Kirche und jede Kongregation begründeten. Für die Salesianer heiße das: „Jünger Jesu Christi sein und seine Mission leben, ein Wirken für das Heil der Menschheit, in unserem Fall der jungen Menschen".

Für Don Chávez gilt, dass die Erneuerung des geweihten Lebens heute durch „erstens eine ständige Rückkehr zu den Quellen allen christlichen Lebens; zweitens eine kontinuierliche Rückkehr zur ursprünglichen Inspiration einer bestimmten Gemeinschaft; drittens eine Anpassung der Gemeinschaft an die veränderten zeitlich bedingten Verhältnisse" gewährleistet werden kann.

In seinem Grußwort an das Generalkapitel erklärte Staatsekretär Kardinal Tarcisio Bertone SDB: „Ich werde während der Arbeiten des Kapitels inbrünstig um die Hilfe des Heiligen Geistes und die Fülle seiner Gaben bitten, damit es eine Zeit der Gnade werde und der Herr selbst in eurer Mitte sei, um die Kongregation mit der gleichen Leidenschaft, wie sie Don Bosco gehabt hat, zum Da mihi animas, cetera tolle zu führen.