Wir müssen aus uns selbst herausgehen

Papstbrief an argentinische Bischofskonferenz: Appell, die Pastoral missionarisch auszurichten

Vatikanstadt, (ZENIT.org) | 464 klicks

In seinem Brief an die Brüder in der Heimat bat der Papst die Mitglieder der Vollversammlung, das Augenmerk auf eine wachsende Mission auf dem Kontinent zu legen und dabei zwei Aspekte nicht außer Acht zu lassen: das Zukunftsweisende und das Modellhafte der Mission. Gemeinsam müssten sie – sich einschließend   aus sich heraus gehen und im Mut zum offenen Wort wachsen. Wie schon in seinen Tagespredigten in Santa Marta im Vatikan sagte der Papst zu seinen Brüdern, eine Kirche, die nicht hinausgehe, erkranke früher oder später an ihrer Verschlossenheit. Natürlich könne sie dabei verunglücken, aber er, der Papst, ziehe eine verunglückte einer kranken Kirche tausendmal vor. Die Krankheit, die die Kirche bekäme, wenn sie so weiter machen würde, sei immer auf sich selbst zusehen, über sich gekrümmt zu sein. Diese Selbstverliebtheit führe zu einer weltlichen Gesinnung und zu einem ausgeprägten Klerikalismus und verhindere das positive Voranschreiten des Evangelisierens.

Der Papst wünschte seinen Brüdern, dass sie die Freude erfahren mögen, die mit dem Kreuz oft einhergehe und vor Ärger, Traurigkeit und klerikalem Junggesellengehabe bewahre. Diese Freude wachse, je mehr man das pastorale Umdenken, das die Kirche erfordere, ernst nehme und die Kraft gebe, den Dienst vollkommen in den Gottes und seines Volkes zu stellen. In seinem Brief bat Papst Franziskus darum, der Herr möge das Bischofsamt von allem Pomp des Weltlichen, von der Sorge um Geld und von dem üblichen Klerikalismus befreien.

Am Ende seines Briefes an seine Brüder bat er sie, für ihn zu beten, dass er nicht hochmütig werde und auf das höre, was Gott von ihm verlange und nicht auf das, was er selbst wolle.