„Wir sind sehr glücklich, dass der Papst hier ist“

Israels Botschafter beim Heiligen Stuhl betont die guten Beziehungen

| 1521 klicks

JERUSALEM, 13. Mai 2009 (ZENIT.org).- „Das ist ein historisches Ereignis. Wir sind sehr glücklich, dass der Papst hier ist." Israels Botschafter beim Heiligen Stuhl, Mordechay Lewy, betonte gegenüber Journalisten die guten Beziehungen zum Heiligen Stuhl.



Positiv sei die Anwesenheit Benedikts gerade im Hinblick auf Israels Bedeutung als „Ziel christlicher Pilger". Vor allem die Ansprache Papst Benedikts bei seiner Ankunft in Tel Aviv, würdigte Lewy. „Erstens gab es eine klare Zurückweisung jeder Form von Holocaustleugnung, und zweitens beschrieb sich der Papst als Pilger in einer Reihe von Pilgern und versicherte, es werde auch künftig Pilger geben."

Gegen die Kritik an der Rede in Yad Vashem nahm der Botschafter den Papst in Schutz. „Vielleicht waren nach der Ansprache in Tel Aviv die Erwartungen zu hoch geschraubt. Ich möchte aber vor allem betonen, dass die Rede in Yad Vashem nicht politisch, sondern religiös gemeint war. Der Papst ist ein religiöser Mensch, und ich finde, man sollte ab jetzt besonders auf den religiösen Inhalt seiner Botschaften achten."

Außerdem sollte man daran denken, dass dieser Besuch „sehr, sehr kompliziert" sei. Und: „Die Medien haben ihre eigenen Regeln, wenn es darum geht, wie sie eine Stimmung der Öffentlichkeit vermitteln."