"Wir wollen uns von der Welt verbeulen lassen"

Akademietage 2014 der Pallottiner

Rom, (ZENIT.org) Britta Dörre | 257 klicks

„Wie bieten wir in unserer heutigen Gesellschaft Glaube, Hoffnung und Liebe auch im Dialog mit Anderslebenden- und Denkenden an?“ lautete die Fragestellung, mit der am 11. Januar der Rektor der Hochschule der Pallottiner in Vallendar, Paul Rheinbay, die Akademietage 2014 der Pallottiner eröffnete, wie das Bistum Treir am 13. Januar berichtete.

Wichtig sei es, „den Menschen eine Kirche nahezubringen, die von einem Gott spreche, der die Menschen liebe – und das bedingungslos, trotz aller Schuld und in jeder Situation. Jedoch müssten Christen ‚in einer von wenigen Männern geleiteten Frauenkirche‘ sprachfähiger werden in Fragen des Glaubens,“ wie Hauptreferent Professor Manfred Belok von der Theologischen Hochschule Chur erklärte.

Das nächste Treffen wird im September in Stuttgart stattfinden. Belok schlug vor, „die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vorher an der Themenfindung zu beteiligen und ihnen mehr Raum für den Austausch untereinander zu geben, um eigene Fragen nach der Zukunft der Kirche besser einbringen zu können.“ 

Christian Heckmann, Sekretär der Trierer Bistumssynode, zitierte den Bischof von Trier: „Wir wollen uns von der Welt verbeulen lassen, also uns mit den Themen der Zeit konfrontieren lassen.“ Hildegund Keul vom Referat Frauenseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz forderte eine stärkere Einbindung der Frauen in den Gesprächsprozess: „Frauen haben Autorität, brauchen aber dazu auch die nötige Entscheidungskompetenz innerhalb kirchlicher Strukturen.“