WJT: Der erste Tag

Eindrücke eines Priesters aus Österreich

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von P. Thomas Gögele LC

MADRID, Donnerstag, 18. August 2011 (ZENIT.org). – Heute Dienstag ging es gleich mitten ins WJT-Getümmel: Nach einem herzhaften Frühstück brachte uns der Shuttle-Bus in die City. Wir wollten schließlich rechtzeitig zur Katechese von Kardinal Schönborn kommen! Und es wäre beinahe knapp geworden. Zum Glück hatte der Vortrag des Kardinals noch nicht begonnen. Seine Worte haben uns alle getroffen: die Schönheit des Evangeliums, die Herausforderung und zugleich Nähe Jesu Christi, die Wahrhaftigkeit des Wortes Gottes. O-Ton Lydia, Verena und Andreas: „Beeindruckend!“

Nachher ging es durch die brodelnde Innenstadt: Überall wo man hinblickte: orange, rote, gelbe T-Shirts, Kappen, Hüte, sogar Fächer und Trinkflaschen! Die U-Bahn hallt wider von den Gesängen und „Schlachtrufen“ der begeisterten Jugendlichen. Es scheint ein Babel: von Italienisch bis Spanisch, von Französisch bis Englisch, von Deutsch bis Polnisch hört man alle Sprachen. Und doch gibt es kein einzigen Schaden, keine umgestürzten und angezündeten Mülleimer, keine geräumte Läden, keine ausgeraubten Jugendlichen. Diese Menge ist beseelt nicht vom Geist der Zerstörung und des Aufstands, sondern vom Geist Jesu Christi!

Nach dem Essen nützen wir die Gelegenheit zu einem Abstecher ins Santiago-Bernabeu-Stadion. Da wurde nämlich, ähnlich wie schon in Vancouver, Sydney und Köln, ein sog. „Cofee House“, ein Berufungscafé eingerichtet. Und nicht in irgendeinem kleinen Stadtcafé, sondern im höchstselbigen Real-Madrid-Café im Stadion eines der besten Fußballmannschaften der Welt! Die ganze Südkurve wird jeden Tag von 14:30 bis 18 und von 20:30 bis 0:30 zur Tribüne für Konzerte und Zeugnisse. Nebenbei hat man eine herrliche Aussicht auf das Stadion und kann dabei nicht nur gemütlich seinen Kaffee trinken, sondern auch Jesus im Allerheiligsten in der extra dafür eingerichteten Kapelle besuchen oder das Sakrament der Versöhnung empfangen.

Am Nachmittag geht es zum Treffen aller WJT-Teilnehmer aus Österreich. Wieder hat uns Kardinal Schönborn mit seinen Worten angespornt, alles für Christus zu geben. Er nimmt uns nichts, sondern gibt uns alles. Müde und doch erfüllt nützen wir unsere Essens-Bons, um in einem der zahlreichen Restaurants der Stadt zu Abend zu essen.

Jetzt fehlt zum runden Abschluss des Tages nur noch der „Clásico” zwischen Real Madrid und Barcelona. Auch dafür kann eine Riesenleinwand im Uni-Auditorium gut sein!