WJT2005: Kölner Linie 1 fährt ab sofort im Weltjugendtag-Design

Die tiefe Bedeutung des Logos

| 150 klicks

KÖLN, 9. Juni 2005 (ZENIT.org).- Seit diesem Mittwoch fährt die Linie 1 der Kölner Verkehrsbetriebe AG (KVB) ihre gewohnte Strecke von Bensberg nach Weiden und retour im neuen Outfit. Gesegnet wurde die neue Linienbahn, die ab sofort in den Farben Rot, Gelb und Blau erstrahlt und das Weltjugendtagslogo, den Schriftzug "XX. Weltjugendtag Köln 2005" sowie das KVB-Motto "Wir bewegen die Welt" zeigt, von Bischof Renato Boccardo, dem "Reisemarschall" des Heiligen Vaters, und Prälat Dr. Heiner Koch.



Nachdem die beiden Geistlichen allen anwesenden und künftigen Fahrgästen eine gute Fahr gewünscht hatten, setzte sich Bischof Boccardo in die Fahrerkabine und steuerte nach kurzer, fachkundiger Anleitung die Bahn selbst ein Stück.

Was bedeutet das WJT-Logo?

Das offizielle Logo zum XX. Weltjugendtag 2005, das nicht ja nur die Linie 1 ziert, symbolisiert in seiner dynamischen Konzeption und seinen klaren Elementen das Wesen und den Charakter des Kölner Weltjugendtags 2005: Das absolute Zentrum des Weltjugendtags ist demnach die Begegnung mit Christus, für den das Kreuz steht, das als Mittelpunkt das Logo dominiert.

Christi Gegenwart prägt das Geschehen. Die rote Farbe symbolisiert die Liebe, die Leidenschaft und auch das Leid. Gleichzeitig verweist sie auf Gottes Liebe und auf Jesu Kreuzestod, erinnert aber auch an das vielfältige Leid in unserem Leben und in aller Welt. Das Kreuz ist das zentrale Zeichen christlicher Hoffnung und der Erlösung in Jesus Christus, die größer ist als alles Leid.

Der Stern symbolisiert die göttliche Führung und ist ein Orientierungszeichen. Er strahlt als Wegweiser Gottes über dem Ort der Geburt Jesu. Nach biblischer Überlieferung hat er den Weisen aus dem Morgenland, den Heiligen Drei Königen, den Weg zu Christus gezeigt. Sie sind nach ihrem langen Pilgerweg dem Herrn begegnet und verändert nach Hause zurückgekehrt. Wie damals über dem Stall von Bethlehem steht er nun über dem Haus Gottes in Köln. Der Stern will auch die Jugend der Welt nach Köln zum Weltjugendtag führen, zur Begegnung mit Jesus Christus.

Der Schweif bildet den Weg des Sterns ab: Er kommt von oben, von Gott. Dabei durchbricht er den begrenzten Horizont unserer irdischen Welt. Die goldene Farbe erinnert an das himmlische Licht Gottes, das die Dunkelheit der Welt erleuchtet. Weltweit symbolisiert der Stern mit Schweif das Weihnachtsfest und die Epiphanie.

Der Veranstaltungsort des Weltjugendtags wird durch den Kölner Dom gekennzeichnet. In der Kathedrale werden seit Jahrhunderten die Gebeine der Heiligen Drei Könige verehrt. Die rote Farbe des Doms verbindet die Kirche mit dem Kreuz: Kirche und Christus gehören untrennbar zusammen. Durch die Kirche ist Christus, der Gekreuzigte und Auferstandene, in der Geschichte der Welt gegenwärtig. Die stark vereinfachte Darstellungsform kann gleichzeitig andere Gotteshäuser symbolisieren, in denen der Weltjugendtag in Deutschland ebenfalls stattfindet.

Der elliptische Bogen hat mehrere Bedeutungsebenen: Als stilisierter Buchstabe C steht er für Christus, aber auch für die Welt umfassende Gemeinschaft der Kirche ("Communio"). Darüber hinaus stellt der Bogen die schützende Umarmung Gottes dar: Der Himmel, die Gnade Gottes, umfasst und birgt die Kirche und die ganze Welt, was auch in der blauen Farbe des Bogens seinen Ausdruck findet. Der Schwung des Bogens ist zum Kreuz hin ausgerichtet. Gleichzeitig öffnet er sich zum Kreuz. Vom Kreuz aber geht die gesamte Dynamik des Logos aus. Die Christen sollen sich dem Kreuz zuwenden, an Jesus Christus orientieren und ihn, den Gekreuzigten und Auferstandenen, anbeten, wie es im Motto des 20. Weltjugendtags seinen Ausdruck findet: "Wir sind gekommen, um ihn anzubeten" (Mt 2,2).

Der untere, tragende Teil des Bogens ruft Assoziationen an den Rhein und an ein Schiff hervor: die Kirche im Zeichen des Schiffes, auch in Erinnerung an die rettende Arche Noah. Das Blau des Bogens versinnbildlicht das Wasser und verweist dabei auch auf das Wasser der Taufe.