Wolfram von Sens (7. Jahrhundert)

Erzbischof von Sens

Rom, (ZENIT.org) Britta Dörre | 235 klicks

Wolfram von Sens wurde in der Mitte des 7. Jahrhunderts in Milly-la-Fôret, das südlich von Paris liegt, geboren. Über das Leben des Heiligen ist wenig bekannt. Um 693 wurde er Erzbischof von Sens, anderen Berichten zufolge bereits im Jahr 674. Gemeinsam mit dem heiligen Willibrord machte sich Wolfram auf, in Friesland den christlichen Glauben zu verbreiten. Viele Menschen bekehrten sich; schließlich wollten sich auch Ratbod, der Friesenkönig, und sein Sohn Ingram taufen lassen.

Wolfram hatte die Taufutensilien schon bereitgestellt und Ratbod einen Fuß ins Wasser getaucht, als er den Heiligen fragte, wohin die Getauften nach ihrem Tod kämen. Wolfram antwortete ihm, dass die frommen Menschen in den Himmel gelangten. Darauf wollte Ratbod wissen, wo seine Vorfahren seien. Wolfram sagte ihm, sie seien in der Hölle, da sie nicht getauft seien. Unverzüglich zog Ratbod seinen Fuß aus dem Wasser und sah mit den Worten von der Taufe ab, er ziehe es vor, nach seinem Tod bei seinen Vorfahren zu sein.

Seinen Lebensabend verbrachte Wolfram als einfacher Mönch in Fontenelle. Dem Kloster soll Wolfram ab 678 als Abt vorgestanden haben. Wolfram starb 695, nach anderen Quellen 720.