World Jewish Congress von Papst Franziskus zur Audienz empfangen

Interreligiöser Dialog und Friede

Rom, (ZENIT.org) Britta Dörre | 479 klicks

Gestern Vormittag empfing Papst Franziskus eine Delegation des „World Jewish Congress“ unter der Leitung von Ronald S. Lauder zur Audienz. Anlass war das nahende Jahr 5774 für alle Juden. An der Audienz nahmen außerdem Jack Terpins, Robert Singer, Maram Stern und Claudio Epelman teil. Der „World Jewish Congress“ ist eine internationale Organisation, die 1936 gegründet wurde und jüdische Gemeinschaften in hundert Ländern repräsentiert. Zu ihren vornehmlichen Aufgaben zählt der interreligiöse Dialog, insbesondere mit der Katholischen Kirche.

In dem Gespräch während der Audienz wurde auch auf die schwierige Situation in Syrien eingegangen. Der Erhalt des Friedens ist und bleibt das gemeinsame Ziel. Insbesondere Übergriffe auf religiöse Minderheiten, wie koptische Christen in Ägypten, wurden verurteilt.

Papst Franziskus bat Lauder darum, alle jüdischen Gläubigen zu grüßen. Er wiederholte seine Worte, der am 24. Juni gegenüber dem „International Jewish Committee on Interreligious Consultations“ geäußert hatte, dass ein Christ kein Antisemit sein könne; als guter Christ müsse man die jüdische Geschichte und Traditionen verstehen.

Lauder bekräftigte nach der Audienz, dass Papst Franziskus nicht nur die Katholische Kirche gestärkt, sondern auch der Beziehung zu den Juden neuen Schwung verliehen habe. Nie in den vergangenen 2000 Jahren Geschichte sei das Verhältnis so gut gewesen.