XXXI. Weltpreis Fernando Rielo Mystischer Poesie verliehen

Preis an David Escobar Galindo aus San Salvador für das Gedicht Hombre hacia Dios

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MADRID, 14. Dezember 2011 (ZENIT.org). – Gestern Abend fand im „Ateneo“ von Madrid die Verleihung des XXXI. Weltpreises Mystischer Poesie Fernando Rielo, dotiert mit 7.000 Euro und der Veröffentlichung des Werkes, statt. Preisträger ist der Dichter David Escobar Galindo aus San Salvador mit seinem Gedicht „Hombre hacia Dios“. Galindo war unter den 12 Finalisten aus 8 verschiedenen Ländern. Zur Auswahl standen 271 Werke aus 34 Ländern.

Eine weitere Auszeichung der Jury mit der Veröffentlichung des Werkes galt dem Dichter Luis Valverde Maldonado aus Granada für sein Werk „Cleofás“.

Die weiteren 10 Finalisten waren: Juan Ramón Barat, „En la noche del hombre“ (Lorca-Murcia, Spanien); Marisol Carrasco Cerda, „El Evangelio según Luciérnaga“ (El Bosque-Santiago, Chile); Natividad Cepeda Serrano, „Camino de amor“ (Tomelloso-Ciudad Real, Spanien); Luis Edgardo Escobar Gómez, „Los viñedos del silencio“ (Pereira-Risaralda, Kolombien); W. F. Lantry, „Journey to the Interior“ (Washington, Amerika); Mabel Lifschitz, „Las Voces del viento cálido“ (San Luis, Argentinien); Gerardo López Laguna, „Entre el barro y el fuego“ (Toledo, Spanien); Yhamile Narváez Cárdenas, „Corazón levantado hacia Ti“ (Quito, Ekuador); Rosa Vanessa Otero, „¿A quién buscas?“ (San Juan, Puerto Rico); y Teresa de Jesús Rodríguez Lara, “El gozo de tu luz” (Santa Cruz von Teneriffa, Spanien).

Der Jury, die das allgemein hohe Niveau der vorgestellten Werke und die Qualität der Werke der Finalisten unterstrich, stand Dr. D. Jesús Fernández Hernández vor, Präsident der Fernando Rielo Stiftung und des Preises; Dr. D. Luis Alberto de Cuenca, Dichter, Übersetzer, Schriftsteller, Professor, Forscher und Mitglied der Real Academia de la Historia; Dr. D. Manuel Ramos Ortega, Lehrstuhlinhaber für spanische Literatur an der Universität Cádiz, Schriftsteller, Literaturkritiker, Mitglied der Spanischen Akademie der Wissenschaften, Künste und Literatur; Dra. Dña. Juana Sánchez-Gey Venegas; Professorin in der Universität Madrid, Schriftstellerin, Literaturkritikerin; und Dr. D. José Mª López Sevillano, Sekretär des Preises und Literaturkritiker.

Dem Ehrenkomitee dieser XXXI. Preisverleihung stand Kardinal Antonio M. Rouco Varela vor; weitere Ehrengäste waren neben anderen Persönlichkeiten der Präsident der Real Academia de Ciencias Morales y Políticas, Marcelino Oreja; Mitglieder der Real Academia Española, Antonio Mingote Barrachina, Gregorio Salvador Caja, Francisco Brines Baño, Luis María Anson Oliart und Inés Fernández-Ordóñez; die Rektoren der Universitäten Madrid, Ávila und Salamanca; Schriftsteller und Dichter wie Juan Van Halen, Ramón Pernas, Jaime Siles, Andrés Sánchez Robayna, Joaquín Benito de Lucas und José Javier Aleixandre.

Laut Auskunft der Organisatoren geht es bei dem Thema Mystik um jene Form von Poesie, die „die geistigen Werte des Menschen in ihrer tieferen Bedeutung zum Ausdruck bringt". Die zur Auswahl vorgeschlagenen Werke sollen mindestens 600 und höchstens 1.300 Verse aufweisen.

Fernando Rielo Pardal (1923-2004) wurde in Madrid geboren. 1959 gründete er auf Teneriffa die Missionare Identes. Am 22. Oktober 2004 wurden sie als „Institut geweihten Lebens" nach Diözesanrecht anerkannt. Das Leben und Verkünden der Liebe des himmlischen Vaters bilden den Kern der Spiritualität dieser jungen Gemeinschaft, die sich vor allem um zwei Dinge bemüht: Jenen Menschen das Evangelium zu verkünden, die den Glauben verloren oder noch nicht gefunden haben – insbesondere den Jugendlichen –, und um die Förderung des Dialogs mit Intellektuellen im Kultur- und Universitätsbereich.

Die Missionare Identes sind in 25 Ländern tätig. In Deutschland sind sie in den Diözesen Berlin und Köln (Neuss) vertreten.

Fernando Rielo hat neben der religiösen Gemeinschaft auch die internationale Idente-Jugend, die Idente-Schule (Institut zur Erforschung der Geisteswissenschaften) und die Fernando Rielo Stiftung gegründet. Letztere veröffentlicht metaphysische, mystische, pädagogische und poetische Schriften. Der Weltpreis für mystische Poesie wird jährlich vergeben.

Unter „mystischer Poesie" verstand Rielo einen „poetisch hochwertigen Ausdruck verschiedener tief persönlicher Erfahrungen, die in Freud und Leid die Seele mit Gott verbinden: beim christlichen Dichter mit der Heiligen Dreifaltigkeit, beim nichtchristlichen Dichter nur mit Gott allein. Mystische Poesie hat das Bekenntnis des eigenen Glaubens zum Ziel. Das unterscheidet sie von der religiösen Dichtung, die nicht so sehr kreative innere Erfahrungen zum Ausdruck bringt, sondern eher das Gefühlsmäßige."