YOUCAT bleibt in den Buchhandlungen

Übersetzungsfehler korrigiert

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ROM, Donnerstag, 14. April 2011 (ZENIT.org). – Die aufgetauchten Übersetzungsfehler beeinträchtigen in Italien nicht den Verkauf des am 13. April offiziell dem Papst vorgestellten Jugendkatechismus YOUCAT. Bei der italienischen Ausgabe hatten Ungenauigkeiten beim Thema Empfängnisregelung und Euthanasie für Wirbel gesorgt. In den italienischen Ausgaben wurden deshalb Korrekturen beigefügt. Der Erscheinungstermin der französischen Version ist verschoben worden.

Christoph Kardinal Schönborn, unter dessen Federführung die deutsche Originalausgabe entstanden war, teilte in diesem Zusammenhang bei der offiziellen Vorstellung im Vatikan mit, dass in der Glaubenskongregation eine Arbeitsgruppe eingesetzt worden sei, die eine Liste mit notwendigen Änderungen in den verschiedenen Sprachversionen erstellen werde.

An der Präsentation nahmen neben Kardinal Schönborn auch der Präsident des päpstlichen Laienrates, Kardinal Stanislaw Rylko, der Präsident des päpstlichen Rates für die Neuevangelisierung, Erzbischof Rino Fisichella, der Leiter des Münchner Pattloch-Verlag, Berhard Meuser sowie zwei Jugendliche teil, die an der Entstehung von YOUCAT mitgewirkt haben.

Kardinal Rylko bezeichnete den YOUCAT als „großes Geschenk und wertvollen Beitrag" für die Glaubensvermittlung unter Jugendlichen. Er solle helfen, den Glauben der Jugendlichen zu festigen und zu einer größeren Treue gegenüber der kirchlichen Lehre führen, sagte Rylko. Das neue Werk übertrage die Inhalte des Katechismus der Katholischen Kirche in eine jugendgerechte Sprache. Der YOUCAT verdränge auf diese Weise keineswegs den Katechismus von 1992 sowie das im Jahr 2005 erschienene Kompendium, sondern führe zu diesen Werken hin, hob der Kardinal hervor.

Gerade im Hinblick auf die gefühlsbetonten Weltjugendtage genüge es nicht, die Jugendlichen einfach Träumen zu überlassen, der Glaube müsse auch im „Humus" der christlichen Tradition verankert sein. Nur so seien die Jugendlichen vor einem Relativismus gefeit, der Glaubensaussagen auf bloße Meinungsäußerungen reduziere.

Kardinal Fisichella hob hervor, dass diese Art Katechismus eine Antwort auf den heutigen Bildungsnotstand in Glaubensfragen darstelle und für die in der Glaubensunterweisung Tätigen eine wertvolle Hilfe sei.

Der Jugendkatechismus wird im Laufe des Jahres in 17 Sprachen erscheinen. Insgesamt sind Übersetzungen in 25 Sprachen, darunter auch Arabisch und Chinesisch, geplant. Ungefähr 700.000 Exemplare werden an die Teilnehmer des kommenden Weltjugendtages in Madrid verteilt werden.

YOUCAT ist nach dem Frage- und Antwortschema aufgebaut. An seiner Entstehung waren auch zahlreiche Jugendliche beteiligt. Papst Benedikt hat dieses Projekt von Anfang an begleitet und begrüßt.

Er ermuntert in seiner Einleitung die Jugendlichen dazu, ihren Glauben zu kennen „wie ein IT-Spezialist das Betriebssystem seines Computers“. Sie müssten noch mehr im Glauben verwurzelt sein als ihre Eltern, um den Herausforderungen und Versuchungen dieser Zeit mit Kraft und Entschiedenheit entgegentreten zu können.

„Dieses Buch ist spannend, weil es von unserem eigenen Schicksal redet und darum einen jeden von uns zutiefst angeht“, so der Papst weiter.

„Studiert den Katechismus. Das ist mein Herzenswunsch! … Studiert den Katechismus mit Leidenschaft und Ausdauer! Opfert Lebenszeit dafür! Studiert ihn in der Stille Eurer Zimmer! Lest ihn zu zweit, wenn Ihr befreundet seid! Bildet Lerngruppen und Netzwerke, tauscht Euch im Internet aus. Ihr müsst wissen, was Ihr glaubt!“(jb)