Zahl der Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland 2013 erneut gesunken

3,8 Prozent weniger als im Vorjahr

Rom, (ZENIT.org) Maike Sternberg-Schmitz | 236 klicks

Wie das statistische Bundesamt mitteilt, wurden im Jahr 2013 102.800 Abtreibungen in Deutschland gezählt, das bedeutet 3,8 Prozent weniger als 2012. Die Zahl der Abbrüche geht seit 2004 kontinuierlich zurück, so das Bundesamt weiter, was nicht zuletzt auf die geringere Zahl der Frauen im gebärfähigen Alter zurückzuführen sei. Jedoch sei die Quote hier ebenfalls gesunken.

Weiterhin seien es junge Frauen, die sich zu einer Abtreibung entschließen würden. So waren 2013 74 Prozent der Frauen, die sich für einen Schwangerschaftsabbruch entschlossen, zwischen 18 und 34 Jahre, 15 Prozent zwischen 35 und 39 Jahre. Acht Prozent waren hingegen über 40 Jahre alt, während vier Prozent noch minderjährig waren. Die Abtreibungen von Teenagern gingen im Vergleich zu 2012 ebenfalls zurück. In vier Prozent aller Fälle war die Abtreibung medizinisch begründet oder erfolgte nach einer Vergewaltigung.

Der Beratungsverband „pro Familia“ gab 2013 eine Erklärung für die stetig sinkenden Abtreibungen. Unter anderem lägen diese an den verlässlichen Informationen zu Sexualität und Verhütung, die zur Verfügung stünden, und daran, dass Verhütungsmittel für alle zugänglich seien. Dabei sei die sexuelle Aufklärung von Kindern und Jugendlichen in Schulen entscheidend.