ZdK an deutsche Regierung: Forschung mit adulten Stammzellen fördern

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BONN, 29. Januar 2007 (ZENIT.org).- Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) hat die deutsche Bundesregierung und die Einrichtungen der Forschungsförderung dazu aufgerufen, die Forschung mit adulten Stammzellen stärker zu fördern.



Der Düsseldorfer Herzspezialist Professor Dr. Bodo-Eckehard Strauer, der bereits 2001 als Erster nachweisbare Erfolge bei der Therapie von Herzinfarktpatienten mit adulten Stammzellen erzielt hatte, informierte die Mitglieder des ZdK-Hauptausschusses am Freitag über den Stand der Stammzellen-Forschungen. Im Gegensatz zur Forschung mit embryonalen Stammzellen, bei deren Erzeugung ein heranwachsender Embryo, also menschliches Leben, zerstört wird, werden adulte Stammzellen aus dem Gewebe eines erwachsenen Menschen gewonnen.

„Nach dem derzeitigen Stand der klinischen Forschung kann man auf embryonale Stammzellen zur Organregeneration verzichten. Zur experimentellen Forschung reichen die derzeit existierenden embryonalen Stammzellen aus“, erklärte Strauer nach einer Presseerklärung des in Bonn ansässigen Zentralkomitees. Die adulten Stammzellen, von denen der Arzt Gebrauch gemacht habe, seien im Gegensatz zu embryonalen Stammzellen ethisch vertretbar gewonnen und ungefährlich.

Die Tatsache, dass erste therapeutische Erfolge bisher ausschließlich mit ethisch unproblematischen adulten Stammzellen erzielt worden sind, verschärft nach Auffassung des ZdK-Präsidenten, Professor Dr. Hans Joachim Meyer, die Frage nach den Motiven der erneut aufbrechenden Diskussion um eine Veränderung des deutschen Stammzellgesetzes.

Die Vollversammlung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) hat rund 230 Mitglieder. 97 Mitglieder werden von der Arbeitsgemeinschaft der katholischen Organisationen Deutschlands (AGKOD) gewählt, 84 Mitglieder kommen aus den Diözesanräten, 45 Mitglieder werden als Einzelpersönlichkeit hinzugewählt.