Zeichen der Hoffnung für Italien und Europa

Glückwünsche an Andrea Riccardi

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FREIBURG/SCHWEIZ, 17. November 2011 (ZENIT.org). - Andrea Riccardi erhielt am 15. November die Ehrendoktorwürde der Theologischen Fakultät der Universität Freiburg/Schweiz. Einen Tag später wurde er vom designierten italienischen Ministerpräsidenten Mario Monti zum Minister für internationale Zusammenarbeit und Integration in der neuen italienischen Regierung ernannt. Riccardi ist Mitbegründer des konfessionsübergreifenden Netzwerkes „Miteinander für Europa“. Das Netzwerk begrüßt die Ernennung und lässt folgendes verlautbaren:

„Mitglieder aus dem Leitungskomitee des Netzwerkes ‚Miteinander für Europa‘ zeigen sich erfreut über die Ernennung von Andrea Riccardi zum italienischen Minister. Seit mehr als 10 Jahren arbeitet das Netzwerk der Bewegungen und neuen geistlichen Gemeinschaften ‚Miteinander für Europa‘ Seite an Seite mit Professor Riccardi und der Gemeinschaft Sant'Egidio, um zu einem vereinten, solidarischen Europa beizutragen, einem Europa, das sich den Bedürftigen und Schwachen zuwendet.

Das Leitungskomitee beglückwünscht Präsident Monti, mit Riccardi einen Mann mit großen Kompetenzen in die Regierung berufen zu haben, einen Menschen, der in der Lage ist, in schwierigen Konflikten zu vermitteln und Menschen in seinem Umfeld zu motivieren, ihr Bestes zu geben. Auch die Universität Freiburg begründet die Verleihung der Ehrendoktorwürde mit Riccardis Einsatz ‚für den Dialog und den Aufbau von humanitärem und brüderlichem Handeln in gewaltsamen Konflikten.‘  Als engagierter Christ organisiere er nebst seiner Tätigkeit als Professor für neuere Christentums- und Religionsgeschichte an der Universität La Sapienza in Rom alljährlich interreligiöse Friedenstreffen im Geist des Treffens von Assisi und er kämpfe ‚für die Rechte der Armen und Ausgeschlossenen.‘

Gerhard Proß, Sprecher des Miteinander-Netzwerkes in Deutschland, unterstreicht: ‚Andrea Riccardi ist ein Mann, der Hoffnung schenkt. Solche Zeichen der Hoffnung braucht Europa und Italien im Moment gerade besonders!‘ Und Gérard Testard von der Gemeinschaft ‚Fondacio‘ in Frankreich betont: ‚Seine Arbeit als Minister wird Italien gut tun und auch positive Auswirkungen auf Europa, auf die Einheit des Kontinents haben.‘ Für Maria Voce, die Präsidentin der Fokolar-Bewegung, liegt die besondere Gabe der Gemeinschaft Sant'Egidio im ‚Engagement für die Armen und im Dienste des Friedens unter vielen Völkern.‘

Im Bewusstsein, wie schwer die kommende Zeit sein wird, aber wieviel Potential darin liegt, wünscht das Leitungskomitee der neuen Regierung Italiens, dass sie mit Personen wie Andrea Riccardi Wege findet, die aus der aktuellen Krise herausführen und einen neuen Optimismus zum Vorschein kommen lassen, ein neues Vertrauen in die großen Talente und Fähigkeiten, die dieses Land zu bieten hat.“

Die Initiative „Miteinander für Europa“ ist ein internationales Netzwerk von rund 250 christlichen Bewegungen und Gemeinschaften aus ganz Europa. Sie entstand 1999 und verbindet evangelische, katholische, anglikanische und orthodoxe Christen ebenso wie Mitglieder von Freikirchen und neuen Gemeinden. 60 Gemeinschaften bilden den Trägerkreis von „Miteinander für Europa“. In der Schweiz fand soeben ein Treffen von 180 Angehörigen aus 41 Bewegungen und Gemeinschaften statt, die sich dem „Miteinander“ angeschlossen haben.

Der Gemeinschaft Sant'Egidio   gehören rund 50.000 Personen in Italien und in mehr als 70 Ländern weltweit an. Seit 1990 hat die Gemeinschaft eine Niederlassung in Lausanne. Ihre Mitglieder bringen sich aktiv im Miteinander-Prozess in der Schweiz ein.

Weitere Informationen über „Miteinander für Europa“ hier