Zentralen Fragen einer missionarischen Pastoral in der Diaspora

Ansprache des Generalsekretärs des Bonfiatiuswerkes der deutschen Katholiken, Monsignore Georg Austen

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PADERBORN, 9. März 2010 (ZENIT.org).-„Diaspora-Hilfe ist heute von zentraler Bedeutung für die katholische Kirche in Deutschland und Europa." Das machte der Generalsekretär des Bonifatiuswerkes, Monsignore Georg Austen, der deutschen Katholiken gegenüber Journalisten und Medienschaffenden der Gesellschaft katholischer Publizisten Deutschlands (GKP) am Freitag in Paderborn deutlich.

Wir veröffentlichen die Ansprache:

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Ansprache des Generalsekretärs des Bonfiatiuswerkes der deutschen Katholiken, Monsignore Georg Austen, zum Thema:

„Die veränderte Situation von Diaspora in Deutschland und Europa und die Notwendigkeit einer neuen missionarischen Pastoral"


„Irgendwie religiös - Die Rede von Gott in einer säkularen Gesellschaft", das Thema, das Sie heute den Tag über angeregt diskutiert haben, beschäftigt auch uns im Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken allein aufgrund unserer Wurzeln. Denn 1849 gründete sich der Bonifatiusverein als „Missionsverein für Deutschland".

Als Diaspora-Hilfswerk unterstützen wir bis heute Katholiken, die in Regionen leben, in denen sie nur eine kleine Minderheit bilden, eine Minderheit zwischen Nichtgläubigen oder Andersgläubigen. Wir unterstützen Katholiken in Nordeuropa, in Ländern wie Schweden, Norwegen, Finnland, Island und Dänemark, wo wir trotz ehemaligem oder noch aktuellem lutherischen Staatskirchensystem auf eine weitgehend säkularisierte Gesellschaft treffen. Ebenso helfen wir in den Diasporaregionen des Baltikums, in Estland und Lettland. Im Vordergrund steht jedoch die Unterstützung der Katholiken in der Diaspora Deutschlands - und das schon seit mehr als 160 Jahren. Mit 7.118.000 Euro unterstützt das Bonifatiuswerk in diesem Jahr Projekte in den Fördergebieten, durch Bauhilfe, Motorisierungshilfe und der Kinder- und Jugendhilfe. Um dies leisten zu können, sind wir komplett auf Spenden angewiesen. Von Laien gegründet sind wir bis heute kein bischöfliches - wohl ein kirchliches - Hilfswerk und erhalten vom Verband der Diözesen Deutschlands, also aus Kirchensteuermitteln, nur durchlaufende Mittel zur Unterstützung in Nordeuropa. Seit seiner Gründung hat das Werk seinen Sitz in Paderborn und beschäftigt zurzeit 40 Mitarbeiter.

Wie verhalten wir uns als Katholiken in einer säkularen Gesellschaft? Wie berichten wir vom Glauben, wenn wir in der Minderheit sind? Was ist unser „Mehr-Wert"? Wie legen wir Zeugnis ab und zwar so, dass es in einer zutiefst säkularisierten Umgebung andere auf das Evangelium aufmerksam macht? Wie sprechen wir von Gott?
Diese zentralen Fragen einer missionarischen Pastoral in der Diaspora sind von höchster Aktualität. Denn wir leben in einer Zeit, in der sich die katholische Kirche verändert, wie lange nicht mehr. Das Glaubensleben geht zurück. Immer weniger Menschen lassen sich von der Botschaft Christi anstecken. Heute leben in Deutschland gut 52 Millionen Christen (darin enthalten katholische Kirche, evangelische Kirche, Freikirchen, Orthodoxe), das sind 63,4 Prozent der Gesamtbevölkerung. Mehr als ein Drittel der Bevölkerung bekennt sich nicht mehr zu Jesus Christus. Von 1991 bis heute sank die Zahl der Katholiken um mehr als drei Millionen Menschen, das entspricht fast der Einwohnerzahl Berlins. Der Katholikenanteil in der Bevölkerung sank in dieser Zeit um fünf, auf 30 Prozent. Diese und die folgenden statistischen Zahlen nenne ich nicht, um zu klagen, sondern um unsere Gegenwart der Kirche realistisch wahrzunehmen und die Herausforderungen unserer Zeit zuversichtlich aufzugreifen.
Christen finden sich in Deutschland immer häufiger in der Minderheit. Vielerorts erleben katholische Gläubige eine Situation, die sich über mehrere Jahrhunderte nur auf bestimmte Regionen - aufgrund der konfessionellen Unterschiede - konzentrierte: Sie erleben die Diaspora, die Vereinzelung im Glauben.

Die Diaspora-Situation in Deutschland

Aufgrund historischer Gegebenheiten bedeutete Diaspora in Deutschland fast 500 Jahre lang, katholisch zu sein inmitten einer protestantischen Bevölkerungsmehrheit. Die sogenannte Territorial- oder Flächendiaspora erstreckte sich auf die Länder der Reformation in Ost- und Norddeutschland.
Diese traditionelle Territorialdiaspora gibt es bis heute vom Erzgebirge bis Hamburg, von Emden bis Frankfurt an der Oder. Trotzdem haben sich die traditionellen Verhältnisse entscheidend verändert. Aufgrund der politischen Umstände in der ehemaligen DDR leben die Katholiken in den fünf östlichen Bundesländern nicht mehr als Minderheit in einer Gesellschaft, die durch Christen, eben evangelische Christen, geprägt ist. Sie finden sich konfrontiert mit einer Bevölkerungsmehrheit, die der christlichen Botschaft Desinteresse oder Nichtwissen über die Inhalte entgegenbringt. In den fünf ostdeutschen Bundesländern gehören stellenweise mehr als 80 Prozent der Bevölkerung keiner Kirche an. In Leipzig leben nur 18 Prozent Christen, in der Stadt der Reformation, in Wittenberg gar nur noch 15 Prozent. Die Katholiken, die hier nur drei bis vier Prozent der Bevölkerung ausmachen, befinden sich mit den evangelischen Mitchristen gemeinsam in der Minderheit. Sie befinden sich in der Glaubensdiaspora.
Aber nicht nur in den durch die DDR geprägten Bundesländern zeigt sich die Glaubensdiaspora. Besonders ist sie mittlerweile in Großstädten wahrzunehmen. In Frankfurt am Main liegt die Zahl der Christen bei nur noch 46 Prozent, in Hamburg gar bei 41 Prozent. In Düsseldorf und Stuttgart fiel die Zahl der Christen in den letzten zehn Jahren um 8 Prozent auf 54 Prozent. Auch in München machen die Katholiken nur noch gut die Hälfte der Einwohner aus, in Berlin sind sie mit 29 Prozent längst in der Minderheit. In den meisten anderen deutschen Städten zeichnet sich ein ähnliches Bild ab. Die christlichen Kirchen verlieren kontinuierlich an Boden (Bsp.: Freiburg: 2000: 71 % Christen; 2008: 65 %).
Was bedeutet diese Situation für Christen und genauer für Katholiken? Sie sind zum einen mit dem Desinteresse oder dem Unverständnis der Mehrheitsbevölkerung an ihrem Glauben konfrontiert. Zum anderen sind sie als Glaubenszeugen gefordert, die ihren Glauben verständlich und glaubwürdig darlegen, wenn sie angefragt werden. Ein Spagat.
Doch Diaspora heißt nicht mehr nur, wenige Katholiken unter vielen Andersgläubigen oder Nichtgläubigen. Der Begriff Diaspora umschreibt mittlerweile auch eine Minderheitensituation aktiver Christen in der katholischen Kirche selbst. Diese innerkirchliche Diaspora zeigt sich längst in katholischen Regionen. Viele Katholiken leben auf Distanz zur Kirche. Aktive Christen erfahren sich in ihrer direkten Lebensumgebung mehr und mehr in der Vereinzelung, im Alltag, in der Schule, am Arbeitsplatz, im Kollegenkreis. Wer regelmäßig sonntags in die Messe geht oder sich im Pfarrgemeinderat engagiert, muss sich kritischen Anfragen stellen, auch von Menschen, die katholisch getauft sind. Diaspora unter den distanzierten Katholiken wird zur Anfrage - wie spreche ich von Gott in einer säkularen Gesellschaft, die trotzdem mehrheitlich aus Katholiken besteht?
In der letzten Woche diskutierten die deutschen Bischöfe über die alternde Gesellschaft. Eine Situation, die zu einer neuen Form der Vereinzelung im Glauben führen kann, zur Altersdiaspora. Es besteht die Gefahr, dass die zunehmende Vergreisung der Gemeinden junge Menschen mit ihren Lebens- und Glaubensfragen alleine zurücklässt. Ein junger Mensch, der sich für den Glauben entscheidet, trifft nicht mehr unbedingt auf Gleichgesinnte seines Alters in der Gemeinde. Dies bedarf einer besonderen Stärkung im Glauben und einer Ermutigung, das Leben aus dem Glauben zu gestalten. Hinzu kommt, dass Kirche längst nicht mehr alle Milieus mit ihrer Jugendarbeit erreicht, sich gerade viele Jugendliche vom traditionellen kirchlichen Leben zurückziehen. Alte Menschen fühlen sich dadurch in ihrem Glaubensleben von der jüngeren Generation alleine gelassen.

Schon diese kurze Analyse zeigt: Diaspora-Hilfe ist heute von zentraler Bedeutung für die katholische Kirche in Deutschland und Europa. Die Solidarität der Katholiken untereinander wird benötigt, um Menschen auch in diesen neuen Diaspora-Situationen im Glauben zu stärken, um Menschen auf dem Weg zur Glaubensentscheidung zu begleiten, sie Gemeinschaft von Kirche erfahren zu lassen und sie zu befähigen, den Glauben nach außen zu bezeugen.
Die Analyse zeigt außerdem: die heutige Diaspora-Situation stellt neue Aufgaben an das Bonifatiuswerk. Um diese sorgfältig zu reflektieren, veranstalteten wir zu unserem 160. Geburtstag im letzten Herbst ein internationales Symposium. Wir diskutierten unter dem Motto „Zeig draußen, was du drinnen glaubst!" die missionarischen Perspektiven einer Diaspora-Kirche.
Als Diaspora-Hilfswerk stellt sich die Frage: wie können wir Katholiken in den Kirchengemeinden, Verbänden, Orden und Initiativen unterstützen, offen über ihren Glauben zu sprechen? Wie können wir helfen, neue Wege der Glaubensweitergabe zu finden, die vor allem in einem säkularen Umfeld fruchten? Wie können vielversprechende Aufbrüche kommuniziert werden, damit sie auch andernorts aufgegriffen werden? Wie kann eine missionarische Pastoral aussehen, die den Glauben niemandem aufdrängt, sondern attraktiv anbietet? Was können und wollen wir - neben der bewährten solidarischen Hilfe für Bauprojekte und Fahrzeuge - in unterschiedlichster Form fördern, um ein Gesicht der Kirche heute für morgen zu gestalten?

Einige Antworten des Bonifatiuswerkes auf die neue Situation

Im Bonifatiuswerk haben wir in den letzten Monaten einen eigenen Bereich „Missionarische und diakonische Pastoral" eingerichtet. Der neue Bereich soll helfen, dass sich Kirchengemeinden, Orden, Verbände und Initiativen in der Frage der Glaubensweitergabe vernetzen. Fruchtbare Ansätze und vielversprechende Aufbrüche aus der praktischen Arbeit vor Ort werden durch den Bereich kommuniziert, vernetzt und für andere nutzbar gemacht. Unsere neue Referentin für „Missionarische und diakonische Pastoral", Frau Julia Brodersen, dient allen Interessierten als kompetente Ansprechpartnerin in Fragen der Glaubensweitergabe und unterstützt die Vernetzung.

Das Bonifatiuswerk kooperiert auf diese Weise verstärkt mit Verbänden, Bildungshäusern und der neuen Katholischen Arbeitsstelle für missionarische Pastoral der Deutschen Bischofskonferenz (KAMP). Gemeinsam sollen exemplarische Handlungsfelder der missionarischen Pastoral erarbeitet werden. Zugleich unterstützt der Bereich „Missionarische und diakonische Pastoral" die Diözesan-Bonifatiuswerke bei ihrer Arbeit vor Ort, um in den Bistümern - subsidiär - missionarisches Handeln zu intensivieren. Es geht darum, gebildet fromm sein zu können und zu gestalten, was wir glauben.

Um neue Wege einer missionarischen Pastoral gangbar zu machen, fördert das Bonifatiuswerk befristete Personalstellen. Damit wollen wir neuen missionarischen Initiativen eine Chance zu geben. Beispielsweise finanziert das Bonifatiuswerk in diesem Jahr einen Mitarbeiter beim Caritasverband für das Bistum Dresden-Meißen. Er soll Verantwortliche aus Kindergärten und der Kinder- und Jugendsozialarbeit in Glaubensfragen sprachfähig machen. Die Beschäftigten sollen gegenüber Kindern und Jugendlichen fruchtbar über ihren Glauben sprechen können.

Das Bistum Hildesheim möchte mit einer „Kirche für Beginner" eine vielfältige Erstverkündigung entwickeln. Diese „Kirche für Suchende" soll auf neuen Wegen Kirche erfahrbar machen, für Menschen, die bislang noch nicht mit Kirche und Glaube in Kontakt gekommen sind. Um diese Initiative mit anzuschieben, liegt uns ein Antrag zur Personalstellenförderung vor.

Was mittlerweile in den Kirchengemeinden und darüber hinaus an missionarischer Pastoral geschieht, zeigt uns alle zwei Jahre der „Bonifatiuspreis für missionarisches Handeln in Deutschland". Auch in diesem Jahr wird der von Prälat Ernst Läufer gestiftete Preis wieder vom Bonifatiuswerk vergeben. Allein bei den letzen beiden Durchläufen bewarben sich mehr als 300 Kirchengemeinden, Hochschulen, Verbände, Initiativen und Einzelpersonen. Eine kleine Auswahl haben wir in dem Buch „Missionarisch Kirche sein" zusammengefasst - Anregungen, die ermutigen, selbst aktiv zu werden.

Das Buch, das an Ihrem Platz ausliegt, zeugt davon, dass Katholiken vielerorts genug haben vom Jammern und Lamentieren, genug von Strukturdebatten und Kirchabrissdiskussionen. Oft genug lähmten die dringenden Struktur- und Finanzfragen der Diözesen und die Frage des Priestermangels den Blick auf die Mitte der pastoralen Arbeit. Doch viele Gläubige wollen sich nicht abfinden mit dem sogenannten Glaubensschwund und der Handlungsunfähigkeit. Wir brauchen mehr von diesen Initiativen, die sich in diesem Buch finden, mehr missionarisches Handeln. Vielleicht geht es in Zukunft nicht so sehr darum die Zentralen, sondern vom christlichen Geist erfüllte, pastorale Zentren zu unterstützen. Wir brauchen jedenfalls für die Zukunft genug Freiraum für den Glauben!

Freiraum für den Glauben

„Freiraum für den Glauben" - unter diesem Motto steht der diesjährige Diasporasonntag, am 21. November, an dem für die Belange der Katholiken in der Diaspora gesammelt wird. Das Bonifatiuswerk schafft Freiräume des Glaubens. Freiräume, wo der Glaube atmen kann, wo Menschen in der Diaspora Gemeinschaft erfahren können, wo sie eine Kirche erleben, die mehr ist als - sicherlich notwendige - Strukturdebatten, Finanzen und Verwaltung. Mit unserer Bauhilfe unterstützen wir Kirchenrenovierungen und den Neubau von Gottes- und Gemeindehäusern, Klöstern, Kindergärten und Schulen - Räume, wo der Glaube atmen kann.

Wir unterstützen Begegnungsräume mit dem Wort Gottes. Räume, wo Menschen ohne Bezug zum Christentum auf Glaubenszeugen treffen, wo Suchende auskunftsfähigen Menschen begegnen. Mit den jährlich mehr als 40 Boni-Bussen unserer Verkehrshilfe bringen die Gemeinden Kinder- und Jugendliche aus der Zerstreuung zusammen, damit sie in ihrem Glauben gestärkt werden. Nicht vergessen möchte ich unsere Hilfe zur Erstkommunion- und Firmpastoral sowie Initiativen zu Geburt und Taufe oder zu Wegen erwachsenen Glaubens.

Wir helfen mit, dass Erfahrungsräume christlicher Liebe und Solidarität entstehen können. Räume gelebter Nächstenliebe, in denen die Option für die Armen und Schwachen zum Ausdruck kommt. Räume, von denen das gelebte diakonische Zeugnis ausstrahlen kann in die Gesellschaft. So unterstützt die Diaspora-Kinder- und Jugendhilfe das Kinderdorf Markkleeberg bei Leipzig oder die Fazenda Gut Neuhof bei Berlin.

Ein solcher Freiraum des Glaubens soll auch die neue Leipziger Propsteikirche werden. Das größte Kirchbauprojekt in den ostdeutschen Bundesländern seit der Wende wird durch das Bonifatiuswerk unterstützt. Das Bistum Dresden-Meißen ist bei diesem Bau auf die Solidarität der Katholiken in ganz Deutschland angewiesen. Allein kann es das 10 Millionen Euro Projekt nicht stemmen. Eine Sonderkollekte im letzten Frühjahr in ganz Deutschland erbrachte zwei Millionen Euro. Leipzig ist die einzige deutsche Großstadt ohne katholische Kirche im Zentrum. Die DDR-Machthaber ließen die Reste der Kirche in der Innenstadt sprengen und gestatteten keinen Wiederaufbau an dieser Stelle. Auf dem neuen Grundstück gegenüber des Neuen Rathauses entsteht nun eine Kirche, die ausstrahlt. Ein ermutigendes Zeichen des Aufbruchs, ein Beispiel für ansteckendes Christentum, in einer Stadt mit nur 18 Prozent Christen. Es geht bei dieser Kirche vor allem auch um den Bau einer Kirche aus „lebendigen Steinen" in dieser entchristlichten Stadt.

Freiräume des Glaubens bieten auch die neuen Klöster in Norwegen. Allein das Trappistinnenkloster auf der Halbinsel Tautra im Trondheimfjord zieht im Jahr zehntausende Besucher an. Die Menschen im reichen Norwegen sind vielfach auf der Suche nach einem spirituellen Inhalt ihres Lebens. Sie suchen nach Antworten auf ihre Existenz, auf ihr Leben, das sie so materiell sorgenfrei verbringen dürfen in einer weitgehend säkularisierten Gesellschaft ohne Glaubensräume. Auch hier hilft das Bonifatiuswerk, damit dieses Kloster wie auch die Klöster in Trondheim-Tiller oder das Lunden-Kloster in Oslo entstehen können, bzw. instand gehalten werden. Denn in diesem reichen Land, treffen die Menschen auf eine arme katholische Kirche. Sie bekommt vom Staat kaum Finanzmittel. Ihre Mitglieder können sie oftmals nur wenig unterstützen. Zumeist Einwanderer und Flüchtlinge fehlt ihnen häufig die Möglichkeit. Und doch: In den nordischen Ländern ist die katholische Kirche eine der am stärksten im Wachsen begriffene Glaubensgruppe. Der Osloer Bischof Bernt Eidsvig spricht von „Wachstumsschmerzen", wenn er über diese für ihn erfreuliche kirchliche Situation berichtet. Nach Ostern reist der Bereich Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz in Kooperation mit dem Bonifatiuswerk nach Schweden, um sich einen Eindruck von der Situation der Diaspora Nordeuropas zu verschaffen.