Zeremonie des Konsistoriums verändert

Eindruck eines Sakraments soll vermieden werden

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VATIKANSTADT, 11. Januar 2012 (ZENIT.org). – Das Konsistorium für die neuen Kardinäle am 18. Februar wird sich durch einige liturgische Änderungen von denen der letzten Jahrzehnte unterscheiden.

Der Vatikan hat einige Änderungen des Ritus, der im Zweiten Vatikanischen Konzil festgelegt wurde, angekündigt.

Laut des Amtes für die liturgischen Feiern des Papstes wurde der Ritus vereinfacht, um den Eindruck zu vermeiden, dass die Zeremonie der Kardinalskreierung  einen sakramentalen Charakter habe.

Anstatt den Ring den Kardinälen einen Tag nach der Kreierung in einer Messe zu überreichen, wird der Papst nur eine einzige Feier abhalten, in der alle drei Insignien der Kardinalswürde  übertragen werden: das Birett, der Ring und die Übertragung der Titularkirche.

Das Tagesgebet und das Schlussgebet werden dahingehend verändert, dass man zu den Texten, die vor dem Zweiten Vatikanischen Konzil  benutzt wurden, zurückkehrt: Zwei Gebete, die von der Gewalt sprechen, zu der der Herr die Kirche ermächtigt hat, vor allem die des hl. Petrus. Der Papst wird auch direkt für sich selber beten, um Stärkung in der Erfüllung seiner Verpflichtungen.

Bei der Schriftlesung wird nur die zweite Lesung aus dem Neuen Testament geben, die erste Lesung wird gestrichen. Als Evangeliumstext wird Markus 10, 32-45 genommen, in dem Jesus den Jüngern seinen Tod und die darauffolgende Auferstehung ankündigt und auch davon spricht, dass sie nicht danach streben sollen, andere zu beherrschen, sondern Diener aller zu sein.

Am Folgetag werden die neuen Kardinäle dann bei einer Messe mit dem Papst konzelebrieren.

[Übersetzung aus dem Englischen von Jan Bentz]