Zeugen der Hoffnung, stark im Glauben: Benedikt XVI. empfängt Mitglieder der „Papal Foundation“

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ROM, 4. April 2008 (ZENIT.org).- Die tätige Liebe der Kirche findet in der Auferstehung Christi ihre erste Quelle. Mit diesen Worten wandte sich Benedikt XVI. am heutigen Vormittag an die Mitglieder der „Papal Foundation“ anlässlich ihrer jährlichen Pilgerreise nach Rom.



Die „Papal Foundation“ ist ein 1990 gegründeter gemeinnütziger Verein mit Sitz in den Vereinigten Staaten, der von den amerikanischen Bischöfen eingerichtet wurde. Das Ziel der Stiftung besteht in der Unterstützung der karitativen Tätigkeiten des Heiligen Vaters durch periodische Beiträge zur internationalen Hilfstätigkeit der Kirche in den ärmsten Gegenden der Welt.

In seiner Ansprache betonte Benedikt XVI., dass der Glaube an den auferstandenen Christus uns helfe, „Zeugen der Hoffnung in der Welt von heute“ zu sein.

Die wahre Quelle des Liebesdienstes der Kirche sei im unerschütterlichen Glauben an Gott zu finden, der endgültig die Sünde und den Tod besiegt habe. Benedikt XVI. hob hervor, dass wie einst für die Jünger Christi nun auch für uns die Begegnung mit dem Auferstandenen die Traurigkeit in Freude, die Enttäuschung in Hoffnung verwandle. Die Begegnung mit Jesus dränge uns dazu, die Leiden der Armen und Schwachen zu lindern.

Benedikt XVI. dankte der Stiftung für ihren großzügigen Beitrag zur Unterstützung seines apostolischen Dienstes. Er versicherte die Mitglieder seines Gebetes, damit die Stiftung ihre Wohltätigkeitsarbeit mehren könne.

Kardinal Anthony Bevilacqua, emeritierter Erzbischof von Philadelphia und Vorsitzender der Stiftung, informierte Benedikt XVI. über die verschiedenen Tätigkeiten. Insgesamt seien Projekte im Wert von 7,5 Millionen Dollar genehmigt worden. Viele der Gelder seien für Stipendien für Priester und Laien aufgebracht worden, die an den verschiedenen päpstlichen Universitäten ihre Studien betreiben.

Während der Begegnung wurde dem Papst eine Reproduktion in Originalformat der Saint John’s Bible übergegeben. Es handelt sich dabei um die erste handschriftliche Ausgabe der Bibel seit Erfindung der Buchdruckerkunst.

1300 Jahre nach der Verfertigung einer der ältesten Bibelhandschriften des Abendlandes aus dem 8. Jahrhundert durch Benediktinermönche einer heute nicht mehr existierenden und zwischen England und Schottland gelegenen Abtei war dieses Projekt von den Benediktinermönchen der Saint John’s University and Abbey in Collegeville, Minnesota, verwirklicht worden. Für die Anfertigung der Bibelhandschrift wurden antike Materialien und Techniken verwendet, um ein zeitgenössisches Meisterwerk zu schaffen, das der Welt das Wort Gottes für das Leben der heutigen Welt überbringen soll.