„Zeugen für Gott in der Welt“ – die Loretto-Gemeinschaft

Interview mit Veronika Bonelli

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WIEN, 26. Februar 2008 (ZENIT.org).- Das bereitwillige Ja Mariens zu Gottes Plänen ist Vorbild und Inspirationsquelle der Mitglieder und Freunde der österreichischen Loretto-Gemeinschaft. Sie möchten dazu anregen, „den Glauben auch im Alltag zu leben, Zeugen für Gott in der Welt zu sein“, erklärt Veronika Bonelli, die der Gemeinschaft angehört.



Die Mitarbeiterin von Radio Maria Österreich bezeugt im Gespräch mit ZENIT, dass sie von der „guten Mischung“ aus Lobpreis, Katechese und eucharistischer Anbetung sehr profitiert habe.

ZENIT: Zu welchem Zweck wurde die Loretto-Gemeinschaft gegründet? Welche Aspekte waren Ihrem Gründer besonders wichtig?

Bonelli: Die Loretto Gemeinschaft ist aus einem Gebetskreis heraus entstanden. Georg Mayr-Melnhof hat, ermutigt durch eine Wallfahrt nach Medjugorje, mit zwei Freunden begonnen, regelmäßig Rosenkranz zu beten. Immer mehr Leute schlossen sich dieser kleinen Gebetsrunde an. Daraus wurden große Gebetskreise in ganz Österreich.

Langsam wurde daraus eine größere Bewegung, aus der dann unsere Gemeinschaft entstanden ist. Gemeinschaftsmitglieder legen jeweils für ein Jahr das Versprechen ab, der Kirche innerhalb der Loretto-Gemeinschaft zu dienen.

Unsere Spiritualität ist eng verbunden mit dem Angelus-Gebet. Loretto will Menschen die Möglichkeit geben, wie Maria den Ruf Gottes zu hören, darauf zu antworten und das Wort Gottes im eigenen Leben Fleisch werden zu lassen.

ZENIT: Welche besonderen Akzente setzt Ihre Gemeinschaft bei der Verbreitung des Evangeliums?

Bonelli: Unser wichtigstes Apostolat (neben den Gebetskreisen) ist das Fest der Jugend zu Pfingsten, zu dem jährlich rund 1.500 Jugendliche kommen. Sie sollen durch Vorträge, Lobpreis, gute Musik und das Zeugnis vieler anderer junger Christen vom Glauben angesteckt und zu einer persönlichen Begegnung mit Christus geführt werden.

Durch diese Erfahrung der Liebe Gottes soll in ihnen die Sehnsucht wach werden, den Glauben auch im Alltag zu leben, Zeugen für Gott in der Welt zu sein.

ZENIT: Was hat Sie dazu veranlasst, sich der Loretto-Gemeinschaft anzuschließen?

Bonelli: Ich habe an den Menschen gesehen, dass das Leben mit Gott schön ist, Kraft bringt, schwierige Situationen zu bewältigen, und auf jeden Fall nicht langweilig ist. Außerdem hat mich angesprochen, dass in den Loretto-Gebetskreisen Platz für Lobpreis, Katechese und eucharistische Anbetung ist. Eine gute Mischung, die mir im Glaubensleben sehr weitergeholfen hat.

ZENIT: Papst Benedikt XVI. hat die Geistlichen Gemeinschaften und Bewegungen wiederholt gebeten, die Kirche vor Ort nach Kräften zu unterstützen. Wie setzen Sie das um?

Bonelli: Wir versuchen, uns zum Beispiel auch in den Pfarreien, in denen wir leben, einzubringen, uns nicht aus den kirchlichen Strukturen auszuklinken. Wir sind bemüht um Vernetzung mit anderen Gruppen, und bemühen uns um Zusammenarbeit bei Initiativen in unseren Diözesen (Mitarbeit beim Weltjugendtag in der Erzdiözese Wien, Bühne der katholischen Kirche beim Wiener Donauinselfest und vieles mehr).

[Das Interview führte Dominik Hartig]