Zu Weihnachten an Priester und Seminaristen denken: Weltweite Initiative der Päpstlichen Missionswerke

Missio-Sammlung für „Priester aus allen Völkern“ am 6. Jänner 2008 oder regelmäßig online

| 1224 klicks

WIEN, 19. Dezember 2007 (Zenit.org).- Wahre Freude erleben die, die sich um andere kümmern. Das hob Benedikt XVI. am „Gaudete-Sonntag“ vor dem Angelus-Gebet hervor, als er den Gläubigen ans Herz legte, die selige Mutter Teresa von Kalkutta und die zahlreichen anderen „unvergesslichen Zeugen der wahren Freude“ zum Vorbild zu nehmen. Ganz in diesem Sinn wollen die Päpstlichen Missionswerke in Österreich (http://www.missio.at) und in den übrigen Teilen der Welt dazu beitragen, dass Weihnachten ein Freudenfest wird: Sie laden dazu ein, Tausenden von Seminaristen eine fundierte theologische und pastorale Ausbildung zu ermöglichen.



„Das Programm Jesu ist das ‚sehende Herz‘. Dieses Herz sieht, wo Liebe Not tut und handelt danach“, betonte Dr. Leo-M. Maasburg MA, Nationaldirektor von Missio und langjähriger Begleiter von Mutter Teresa, mit Worten Benedikts XVI. (vgl. Deus caritas est, 28). „Priester haben ‚sehende Herzen‘! Dort, wo die Not am Größten und daher das Handeln am Notwendigsten ist, werden Priester gebraucht.“

Priester sind „Humankapital“ für Versöhnung, Frieden und Gerechtigkeit. In den Ländern des Südens sind sie nicht nur Seelsorger für ihre Gemeinde, sondern eine zentrale Anlaufstelle in allen Nöten. In den Ortskirchen Afrikas, Asiens und Lateinamerikas gibt es zahlreiche Berufungen, viele müssen jedoch abgewiesen werden, weil finanzielle Mittel für die Ausbildung fehlen. Genau hier hilft die Missio-Sammlung für „Priester aus allen Völkern“ am 6. Jänner 2008, die weltweit von den Päpstlichen Missionswerken in allen katholischen Kirchen durchgeführt wird und damit tausenden Seminaristen eine fundierte theologische und pastorale Ausbildung garantiert.

Pater Pius Nduwimana aus Gitega (Burundi) gehört zu denen, die Unterstützung erfahren haben. In einem Brief an eine Missio-Mitarbeiterin schreibt er: „Freuen wir uns gemeinsam, denn Gott hat Ihren Bemühungen seinen Segen geschenkt und mich zum Priesteramt zugelassen, obwohl ich nicht würdig bin. Durch Ihr Gebet und Ihre materielle Hilfe haben Sie meinen Weg unterstützt. Anlässlich meiner Priesterweihe haben Sie nicht gezögert, mir eine Primiz-Spende zu gewähren. Der Herr wird es Ihnen vergelten.“

Ein weiteres afrikanisches Land, dem geholfen werden muss, ist Tansania, wo es um die medizinische Infrastruktur sehr schlecht bestellt ist. Staatliche Krankenhäuser gibt es zumeist nur in den Ballungsräumen an der Küste. Im Landesinneren sterben Menschen noch immer an Krankheiten, die mit den richtigen Medikamenten leicht heilbar wären. Die Brüder des „Institutes der Nächstenliebe“ bemühen sich, medizinische Versorgung und Infrastruktur auch in die entlegenen Regionen Tansanias zu bringen. So eröffneten die Rosminianer, benannt nach ihrem erst kürzlich selig gesprochenen Ordensgründer Antonio Rosmini im unwegigen Savanne-Gebiet um Kwalunkonge ein Gesundheitszentrum. Aber nicht nur physische Hilfe will man den Menschen zukommen lassen.

P. Tarimo, Vize-Provinzial von Ost-Afrika: „Unsere Sorge gilt dem ganzen Menschen: Körper, Geist und Seele. Wir geben den Hungernden zu essen, wir pflegen die Kranken. Und wir lehren sie beten.“

Deshalb nehmen das Studium und das gemeinsame Gebet einen zentralen Platz in der Ausbildung der Seminaristen ein. Spenden zur „Sammlung für Priester aus allen Völkern“ helfen auch den Seminaristen der Rosminianer in Lushoto in den Usambara Bergen – und langfristig den Menschen in Tansania.

„Jesus Christus lehrt uns nicht eine Mystik der geschlossenen Augen, sondern eine Mystik des offenen Blicks und damit der unbedingten Wahrnehmungspflicht für die Lage der anderen, für die Situation, in der sich der Mensch befindet, der gemäß dem Evangelium unserer Nächster ist“, erklärte der Heilige Vater Anfang September im Wiener Konzerthaus (vgl. Begegnung mit Freiwilligen und Ehrenamtlichen).

„Jesu Blick, die Schule der Augen Jesu, führt hinein in menschliche Nähe, in die Solidarität, in das Teilen der Zeit, das Teilen der Begabungen und auch der materiellen Güter. Daher muss für alle, die in den karitativen Organisationen der Kirche tätig sind, kennzeichnend sein, dass sie nicht bloß auf gekonnte Weise das jetzt Anstehende tun – was wichtig ist –, sondern sich dem anderen mit dem Herzen zuwenden … Dieses Herz sieht, wo Liebe not tut und handelt danach.“

Missio – Päpstliche Missionswerke in Österreich bittet auch um regelmäßige Unterstützung. Durch die „Aktion Priesterausbildung“ können einzelne, kleine Gruppen oder ganze Pfarrgemeinden einem jungen Priesteramtskandidaten vier Jahre (570,- Euro pro Jahr) seines Studiums finanzieren. Aktuell werden rund 5.000 Seminaristen in ihrem Studium unterstützt. Spenden ist auch online möglich.

Von Dominik Hartig