Zum zehnten Mal "Nächstenliebe im Gepäck"

Vom 15. Februar bis zum 2. März fahren ein Team von Ärzten und Krankenpflegern in Begleitung von Pater Bennet Tierney LC zur "Medical Mission" nach Quintana Roo in Mexiko

Rom, (ZENIT.org) | 303 klicks

Es ist ein kleines Jubiläum für das Projekt „Medical Mission Network“. Bereits zum zehnten Mal brechen Pater Bennet Tierney LC und ein Team von Ärzten, Krankenpflegern und Krankenpflegerinnen und Dolmetschern wiederum in den Urwald von Mexiko auf, um der einheimischen indigenen Bevölkerung mit Rat und Tat, vor allem mit medizinischer Hilfe zur Seite zu stehen. Alle Kosten der Reise werden von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern selbst finanziert.

Die einheimische Bevölkerung des mexikanischen Bundesstaates Quintana Roo bildet sich zum Großteil aus dem Volksstamm der Maya, die bereits seit dem ersten nachchristlichen Jahrhundert die Halbinsel Yucatan besiedelten. Trotz einsetzendem Massentourismus und reichhaltiger Vegetation muss das Gros der Bevölkerung heute mit weniger als einem Dollar pro Tag auskommen.

Quintana Roo liegt auf der Halbinsel Yucatan und erstreckt sich von der größten Stadt im Norden Cancun bis zur Provinz Hauptstadt Chetumal über ca. 350 Kilometer. Das Gebiet, das neben herrlichen Küstenregionen vorwiegend aus Regenwald besteht, wurde zwar für den Tourismus weitestgehend erschlossen, doch den meisten Menschen vor Ort hat dies wirtschaftlich wenig geholfen, es gibt kaum Schulen, keine allgemeine Krankenversicherung und so lässt die medizinische Grundversorgung mehr als zu wünschen übrig.

Darüber hinaus ist Quintana Roo der Bundesstaat Mexikos, mit der höchsten Einwohnerzuwachsrate. Von 1984 bis 2005 hat sich die Einwohnerzahl vervierfacht, heutzutage leben in dem Staat über eine Millionen Menschen, gleichzeitig bleiben Bildungsangebote und wirtschaftliche Infrastruktur für viele unerreichbar. Über 60 Prozent der Bevölkerung leben heutzutage in den beiden großen Tourismuszentren Cancún und Playa del Carmen. Hier starten dann auch die diesjährigen „Medical Mission“.

Nachhaltiger Einsatz

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der „Medical Mission“ erfahren selbst viel Unterstützung und berührende Momente. Mit lokalen Organisationen, insbesondere mit Pfarrgemeinden vor Ort ist man gut vernetzt. Man konnte eine Kooperation mit einer einheimischen Organisation aufbauen und kann mittlerweile auf ein breites Netz von über 70 Helfern zurückgreifen. Wenn Hilfe geleistet werden kann, erfahren viele durch die anrührende und würdevolle Weise, wie die Beschenkten den Hilfeleistenden begegnen, eine tiefe menschlich-spirituelle Bereicherung. Ein lebendiges und reichhaltiges Miteinander im Glauben erfahren, dazu wird es auch bei der diesjährigen die „Medical Mission“ Gelegenheit geben.

„Mich hat die Medical Mission sehr in meinem Wunsch bestärkt, als Ärztin zu arbeiten. Viele der Maya wussten wenig über ihre Erkrankung oder physiologische Vorgänge in ihrem Körper, und es hat mir Freude gemacht, sie in Ruhe darüber aufzuklären. Es war faszinierend zu sehen, wie viel schon allein damit geholfen werden konnte. Einige Patienten – darunter sogar ältere Menschen – wurden zum ersten Mal in ihrem Leben überhaupt von einem Arzt untersucht.“ So Shanti Lokhande, eine junge Ärztin, die 2010 zum ersten Mal an den „Medical Mission“ teilnahm.

„Medical Mission Network“ ist eine 2005 von dem Ordenspriester der Legionäre Christi, Pater Bennet Tierney, ins Leben gerufene Initiative der Apostolatsbewegung Regnum Christi, die medizinische Hilfsangebote für entlegene Regionen organisiert. Pater Bennet hat lange in Mexiko gelebt und dort erfahren, wie schlecht die medizinische Versorgung für die Bevölkerung in entlegenen Gegenden oft ist. Die Teams aus Deutschland – meist rund 20 Personen – arbeiten eng mit ehrenamtlichen Mitarbeitern und Organisationen vor Ort zusammen. 

Mehr Informationen, Blogeinträge, Videos und aktuelle Fotos zu Medical Mission finden Sie auf der Webseite: www.medicalmissionnetwork.net/