Zwei Franziskaner in Bethlehem krank aus der Geburtsbasilika evakuiert

Ordensfrauen bleiben drin, ihrer Berufung treu

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ROM, 17. April 2002 (ZENIT.org).- Aufgrund der harten Entbehrungen, welche die Franziskaner innerhalb der Geburtskirche auf sich nehmen müssen, mussten zwei Franziskaner am Dienstag evakuiert werden, um ärztliche Behandlung zu erhalten.



Diese Meldung hat die Generalkurie der Franziskaner mit Sitz in Rom Zenit gegenüber bestätigt.

Dort wurden auch Meldungen dementiert, denen zufolge die vier Franziskanerinnen die Geburtskirche ebenfalls verlassen hätten, die sich dort seit dem 2. April befanden, als die bewaffneten Palästinenser in die Kirche eindrangen.

Seither belagert das israelische Militär die Basilika und verlangt, dass sich die "Terroristen" im Inneren der Kirche ergeben, so ein Sprecher. Die israelischen Behörden haben ohne Kommentar Strom und Wasser im Franziskanerkonvent abgeschaltet.

Die Franziskanerinnen, so teilte das Generalat mit, hätten mitgeteilt, dass sie auch im belagerten Zustand in der Kirche verbleiben wollten "in Treue ihrer Berufung gegenüber, die Heiligen Stätten zu bewachen und dort zu dienen".

Aus franziskanischen Kreisen wurde bekannt, dass die beiden Franziskaner zu ihrer eigenen Sicherheit evakuiert wurden, bevor die israelischen Behörden davon in Kenntnis gesetzt wurden.

Der Sprecher der Franziskanischen Kustodie der Heiligen Landes, Pater David Jäger, hat erneut an die Israelis und Palästinenser appelliert, dringend eine "friedliche, würdige und weitsichtige" Lösung zu finden.