Zweite Sonderversammlung der Bischofssynode für Afrika im Oktober 2009

„Die Kirche im Dienst der Versöhnung, der Gerechtigkeit und des Friedens“

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ROM, 28. Juni 2007 (ZENIT.org).- Die Zweite Sonderversammlung der Bischofssynode für Afrika wird vom 4. bis zum 25. Oktober 2009 im Vatikan stattfinden. Diese Entscheidung von Papst Benedikt XVI. wurde heute, Donnerstag, vom Pressebüro des Heiligen Stuhls bekannt gegeben.



Das Motto der Begegnung der Hirten Afrikas lautet: „Die Kirche in Afrika im Dienst der Versöhnung, der Gerechtigkeit und des Friedens. Ihr seid das Salz der Erde (...), ihr seid das Licht der Welt (Mt 5, 13.14)“.
Die Bischöfe, die zur Vorbereitung der Afrika-Synode Mitte Februar im Rahmen einer Sitzung des Sonderrates der Bischofssynode für Afrika unter der Leitung von Erzbischof Nikola Eterovic, dem Generalsekretär der Bischofsynode, im Vatikan zusammengekommen waren, hoben hervor, dass der afrikanische Kontinent zum neuen „Wachstumsmotor“ geworden sei, da sich die Kirche immer größerer Beliebtheit erfreue.

Aus dem aktuellen Päpstlichen Jahrbuch, das Papst Benedikt XVI. am 11. Februar überreicht wurde, geht hervor, dass die Zahl der Katholiken in den vergangenen zwei Jahren in Afrika um 3,1 Prozent gestiegen ist, während das Wachstum der afrikanischen Gesamtbevölkerung in diesem Zeitraum etwas weniger als 2,5 Prozent betragen hat. In Europa ist bei nahezu gleich bleibender Gesamtbevölkerung ein leichter Zuwachs bei der Anzahl der Katholiken auszumachen.

Was die Zahl der Diözesan- und Ordenspriester angeht, so ist in Afrika für den Zeitraum 2004-2006 eine Zuwachsrate von 3,55 Prozent zu beobachten. 21 von 100 Priesteramtsanwärtern kamen im Jahr 2005 aus Afrika.

Die „Lineamenta“ der Zweiten Sonderversammlung der Bischofssynode für Afrika wurden vor einem Jahr in Rom vorgestellt. Sie geben den Gläubigen die Möglichkeit, sich mit den Ideen der Bischöfe auseinanderzusetzen und selbst Anregungen zu liefern. Der Schlussbericht gliedert sich nach einem Vorwort und einer Einführung in fünf Kapitel.

Im ersten Kapitel wird die Lage des heutigen „Afrika zu Beginn des 21. Jahrhunderts“ erörtert. Das zweite Kapitel hat als Hauptargument Jesus Christus, der als Retter und Versöhner der afrikanischen Völker präsentiert wird. Im dritten Kapitel „Die Kirche als Sakrament der Versöhnung, der Gerechtigkeit und des Friedens in Afrika“ wird der Einfluss der Kirche in der Gesellschaft beleuchtet. Das vierte Kapitel handelt von der Bedeutung und den Aufgaben der kirchlichen Hierarchie sowie von der Notwendigkeit einer fundierten religiösen Bildung auch für die Laien, und das letzte Kapitel beschäftigt sich mit den Herausforderungen der Zukunft: Die Kirche komme die entscheidende Aufgabe zu, ihre spirituellen Ressourcen für die Förderung der Versöhnung, der Gerechtigkeit und des Friedens in Afrika einzusetzen. Alle Gläubigen und im Letzten alle Menschen seien dazu berufen, Salz der Erde und Licht der Welt zu sein.

1989 hatte Papst Johannes Paul II. die Idee geboren, eine besondere Bischofssynode für Afrika abzuhalten. 1994 wurde sein Wunsch dann in die Tat umgesetzt. Die Teilnehmer waren sehr zufrieden, so dass in den folgenden Jahren zahlreiche positive Vorschläge umgesetzt werden konnten. Schon bald wurde der Wunsch nach einer zweiten Versammlung laut. Papst Benedikt XVI. kam diesem Wunsch nach.