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ZG07081707 - 17.08.2007
Permalink: http://www.zenit.org/article-13086?l=german

Franz-Josef Overbeck wird jüngster Bischof Deutschlands


Bischofsweihe am 1. September im Hohen Dom zu Münster/Westfalen


ROM/MÜNSTER, 17. August 2007 (ZENIT.org).- Wenn Domvikar Dr. Franz-Josef Overbeck am Samstag, dem 1. September, im St.-Paulus-Dom der Diözese Münster die Bischofsweihe empfängt, wird er Deutschlands jüngster katholischer Bischof sein.

Mitten im Ruhrgebiet, in Marl, wurde Franz-Josef Overbeck am 19. Juni 1964 geboren. Nach dem Theologie- und Philosophiestudium an der Theologischen Fakultät seines Bistums in Münster ging er 1984 zum Studium an die Päpstliche Universität Gregoriana nach Rom.

Rom hat den 43 Jahre alten designierten Bischof geprägt, so verlautete es in Münster. In der Ewigen Stadt studierte er Theologie. „Römer bleibt man Zeit seines Lebens“, soll er gesagt haben. In Rom hatte der gebürtige Westfale die Chance, die bunten Facetten von Weltkirche lebendig zu erleben. Er spürte dort „eine verdichtete Form von Katholizismus“, was für ihn zu einer Erweiterung seines kulturellen und kirchlichen Horizonts beitrug.

1989 empfing er im Hohen Dom seiner Bischofsstadt die Priesterweihe von Bischof Reinhard Lettmann. 1994 wurde er zum Studium freigestellt und Heimleiter im Deutschen Studentenheim in Münster. Im selben Jahr erfolgte auch die Ernennung zum Domvikar in Münster.

Sechs Jahre später, im Februar 2000, promovierte er mit einer dogmatischen Arbeit über die „Anthropologie und Trinitätslehre Wolfhart Pannenbergs“, eines evangelischen Theologen, zum Doktor der Theologie. Seit 2000 Leiter des Instituts für Diakonat und pastorale Dienste (IDP), der Aus- und Fortbildungsstätte der Pastoralreferenten und Ständigen Diakone im Bistum Münster, hat Overbeck stets großen Wert auf eine „möglichst solide Einführung in das geistliche Leben und in die Theologie“ gelegt.

Franz-Josef Overbeck liegt der missionarische Auftrag der Kirche am Herzen. Ihm will er gerecht werden, wie er vor wenigen Wochen aus Anlass der 50-Jahr-Feier des IDP betonte.

Nicht zuletzt aus seiner Kaplanszeit in Haltern (ab 1989) und seiner jetzt fünfjährigen Tätigkeit als kirchlicher Assistent für die „Gemeinschaft Christlichen Lebens“, die aus dem Apostolat des Jesuitenordens erwachsen ist, weiß er: „Dort, wo Sie zum Beispiel Glaubenswissen vermitteln wollen, müssen Sie in Glaubensauseinandersetzungen informiert wie glaubwürdig sein. Wenn das nicht der Fall ist, ist vieles nicht vermittelbar.“

Papst Benedikt XVI. ernannte Overbeck am 18. Juli zum Weihbischof in Münster und Titularbischof des (untergegangenen) Bistums Matera (Nordafrika). Als zuständiger Hirte für die Region Münster-Warendorf wird der designierte Bischof das Erbe von Weihbischof Friedrich Ostermann antreten.

Die Weiheliturgie am 1. September, der Bischof Reinhard Lettmann vorstehen wird, beginnt um 15.00 Uhr. Nach dem Pontifikalhochamt, den der Domchor mitgestaltet, findet um 17.30 Uhr ein Empfang im Festsaal des Rathauses statt.


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