WASHINGTON, D.C., 4. März 2009 (ZENIT.org).- Wie die italienische Redaktion von Radio Vatikan heute berichtete, wird ab morgen, Donnerstag, im US-Bundesstaat Washington Beihilfe zum Selbstmord legal sein. Es handelt sich nach Oregon um den zweiten US-Bundesstaat, wo die Euthanasie eingeführt wird.
Im November 2008 hatte eine Volksabstimmung das Gesetz gebilligt, mit dem es erlaubt sein wird, Patienten, denen weniger als sechs Monate zu leben verbleiben, eine tödliche Dosis von Giftstoffen zu verabreichen. Vor der Abstimmung hatte die Bischofskonferenz des Bundesstaates Washington die Gläubigen dazu aufgerufen, „das Leben bis zu seinem natürlichen Ende" zu respektieren. Die Bischöfe hatten ihre Sorge über die „ernste Gefahr" zum Ausdruck gebracht, die der unterstützte Selbstmord für die schwächsten Personen, die älteren und behinderten Menschen, mit sich bringe.
Wenn der Selbstmord zu einer „ärztlichen Praxis" werde, würde sich die Patienten-Arzt-Beziehung von Grund auf verändern, warnten die Hirten. Außerdem wiesen sie darauf hin, dass sterbende Menschen „ein tiefes Verlangen danach haben, jene Werte zu verwirklichen, die sie am meisten lieben: Sie wünschen sich eine letzte Möglichkeit, um Vergebung zu suchen, Dankbarkeit und Liebe zu zeigen."
Die Legalisierung der Euthanasie wurde von den US-Lebensschutzbewegungen mit großem Bedauern aufgenommen. Sie haben an die Ärzte appelliert, sich unter Berufung auf ihr Gewissen zu weigern, an einer Euthanasie beteiligt zu sein. Angesichts der Entwicklungen in Washington befürchten viele Menschen, dass die Legalisierung der Euthanasie nun auch in anderen US-Bundessaaten vorangetrieben werden könnte.
Von 1997 bis heute ist in einer Reihe von Volksabstimmungen die Legalisierung in den Bundesstaaten Kalifornien, Hawaii, Michigan und Vermont abgelehnt worden.
















