ZG09100510 - 05.10.2009
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Der Sinn der Bischofssynode für Afrika


Hören, was der Herr uns sagen will


ROM, 5. Oktober 2009 (ZENIT.org).- Die Eröffnung der II. Sonderversammlung der Bischofssynode für Afrika am gestrigen Sonntagvormittag mit einem feierlichen Pontifikalamt im Petersdom veranlasste Papst Benedikt XVI. dazu, in seiner Ansprache vor dem traditionellen Angelusgebet – der Ersten nach seiner Rückkehr aus Castel Gandolfo in den Vatikan – die Aufgabe der Synode in den Mittelpunkt seiner Reflexion zu stellen. Gleichzeitig erläuterte der Bischof von Rom den Sinn der Versammlung der Bischöfe sowie den Rahmen, innerhalb dessen die Arbeiten der Synode verlaufen.
 
Die Synode steht unter dem Thema: „Die Kirche in Afrika im Dienst der Versöhnung, der Gerechtigkeit und des Friedens. ‚Ihr seid das Salz der Erde... ihr seid das Licht der Welt’ (Mt 5, 13.14)“.

Benedikt XVI. erinnerte an die erste Sonderversammlung der Bischofssynode für Afrika, die Papst Johannes Paul II. 1994 im Hinblick auf das Jahr 2000 und das dritte christliche Jahrtausend einberufen hatte. Die Ergebnisse der Synode wurden dann im nachsynodalen Apostolischen Schreiben Ecclesia in Africa zusammengefasst. Dieses Schreiben habe der Evangelisierung des Kontinents neuen Schwung verliehen.

15 Jahre nach der ersten Afrika-Synode gehe es nun darum, den zurückgelegten Weg zu überprüfen, einige Aspekte zu vertiefen und die jüngsten Herausforderungen zu untersuchen.
 
Benedikt XVI. erklärte dann den Sinn und die Art der Arbeit einer Synode, die immer eine intensive kirchliche Erfahrung sei. Es handle sich dabei um eine kollegiale Erfahrung pastoraler Verantwortung, die sich mit einem spezifischen Aspekt des Lebens der Kirche oder eines durch seine geografische Lage bestimmten Teiles des christlichen Volkes beschäftige.
 
Dem Papst als Nachfolger Petri obliege es, die Synoden einzuberufen und zu leiten, das zu sammeln, was aus den Arbeiten hervorgegangen ist, und dann die angemessenen pastoralen Weisungen zu bieten. Zusammen mit seinen engsten Mitarbeitern vertiefe er mit den ernannten Mitgliedern der Versammlung, den Experten und Auditoren die anstehende Thematik.
 
Eindringlich betonte Benedikt XVI., dass eine Synode weder eine Studientagung noch „eine programmatische Versammlung“ sei. Die Hauptpersonen der Synode seien allein Christus und sein Heiliger Geist, der die Kirche leitet. Im Mittelpunkt der Arbeiten der Synode stehe das Hören: das einander Zuhören und das Hören, dessen, was Gott den Synodenvätern sagen wolle. „Aus diesem Grund verläuft die Synode in einer Atmosphäre des Glaubens und des Gebets, in religiösem Gehorsam gegenüber dem Wort Gottes.“
 
Afrika mit der weltweit höchsten Geburtenrate und über einer Milliarde Einwohner verfüge über einen außerordentlichen menschlichen Reichtum, leide jedoch an Armut und Ungerechtigkeiten. Die Kirche sei darum bemüht, so der Papst abschließend, diesen Zustand mit der Kraft des Evangeliums und der konkreten Solidarität seitens vieler karitativer Einrichtungen und Initiativen zu überwinden.

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