ZG09112006 - 20.11.2009
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Würde und Rechte der gehörlosen Menschen


Das Drama der „Taubheit des Geistes“


ROM, 20. November 2009 (ZENIT.org).- Jegliche Diskriminierung von gehörlosen Menschen ist ungrechtfertigt und sie muss beseitigt werden. Mit diesem Appell wandte sich Papst Benedikt der XVI. am heutigen Vormittag an die Teilnehmer der 24. Internationalen Konferenz für die Gehörlosen. Die Konferenz wurde vom Päpstlichen Rat für die Pastoral im Krankendienst unter dem Thema organisiert: „Effata! Der gehörlose Mensch im Leben der Kirche“.
 
Das Wort „Effata“ rufe die Erzählung aus dem Evangelium nach Markus in Erinnerung (7,31.37), die „ein Paradigma für die Weise darstellt, wie der Herr gegenüber den gehörlosen Menschen handelt“.Neben der physischen Gehörlosigkeit gebe es jedoch eine weitere Form der Taubheit, so der Papst. Die „Taubheit des Geistes“, eine Form von Barriere gegen die Stimme Gottes und des Nächsten, die immer größer werde. Besonders der Aufschrei der Leidenden werde nicht gehört. Sie „verschließt den Menschen in einen tiefen und zerstörerischen Egoismus“.Von diser müsse die Menschheit genesen, sie will Christus heilen.
 
Für Benedikt XVI. müssen im Menschen die Einsamkeit und die Kommunikationsunfähigkeit besiegt werden, die der Egoismus schafft, um einer neuen Menschheit ein Antlitz zu geben: der Menschheit des Hörens, des Dialogs, der Kommunikation und der Gemeinschaft mit Gott. Diese neue notwendige Menschheit bezeichnete der Papst als die „gute Menschheit“, die wie die Schöpfung Gottes gut sei.
 
„Eine Menschheit ohne Diskriminierungen, die niemanden ausschließt“: Auf diese Weise könne die Welt wirklich und für alle ein „Feld der echten Brüderlichkeit“ sein. Der Papst appellierte an die politischen und zivilen Obrigkeiten sowie an die internationalen Organismen, damit sie die notwendige Unterstützung zur Förderung des gebotenen Respekts der Würde und der Rechte der gehörlosen Menschen bieten, um mit angemessenen Hilfeleistungen deren volle soziale Integration zu begünstigen.

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