ZG09122601 - 26.12.2009
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Der Tsnunami als Chance zum „Neuanfang nach der Tragödie“


„Aktionsbündnis Katastrophenhilfe“ zieht nach fünf Jahren eine positive Bilanz


COLOMBO, 26. Dezember 2009 (ZENIT.org).- Fünf Jahre nach dem Tsunami hat sich nach Einschätzung des „Aktionsbündnisses Katastrophenhilfe“ die Situation der ärmsten Familien in den meisten betroffenen Gebieten, darunter auch Sri Lanka, nachhaltig verbessert.

Die Qualität der Schulen, der Gesundheitseinrichtungen und der Wasserversorgung ist heute deutlich höher als vor der Katastrophe. Viele Menschen, die früher ausgegrenzt wurden, sind heute besser integriert. Auch beim Katastrophenschutz gibt es erhebliche Fortschritte, heißt es in einer Verlautbarung des Aktionsbündnisses, die dem Fidesdienst vorliegt.

Johannes Paul II. hatte am 31. Dezember 2004 zur Mitternacht eine spezielle Mette für die geschätzten 220.000 Todesopfer, die zahlreichen Verletzten und die Millionen Betroffenen der Naturkatastrophe vom 26. Dezember 2004 in seiner Privatkapelle gefeiert. Weltweit hatte die Tragödie damals eine Welle der Solidarität ausgelöst. Ihrerseits hatten die Bischöfe Deutschlands, Österreichs und der Schweiz zu großzügigem Spenden aufgerufen.

Das stärkste Erdbeben seit 40 Jahren hatte am 26. Dezember 2004 im Indischen Ozean bei Richterskala 9 bis zu zehn Meter hohe Flutwellen ausgelöst, die über die Küstenregionen Südasiens und Ostafrikas hereingebrochen sind. Zentrum des Bebens war die Westküste der indonesischen Provinz Aceh auf der Insel Sumatra.

Das Bündnis, in dem sich der deutsche Caritasverband, das deutsche Rote Kreuz, die Diakonie Katastrophenhilfe und UNICEF Deutschland zusammenschließen hatten nach dem Tsunami insgesamt 330,8 Millionen Euro Spenden für Not- und Wiederaufbauhilfe auf der Insel Sumatra, in Sri Lanka und Südindien und anderen Ländern gesammelt.

Hilfe zur Selbstorganisation der Betroffenen sehen die Organisationen letztlich als genauso wichtig an wie die Installation von High-Tech-Frühwarnsystemen. „Dies ist langfristig die wichtigste Form der Katastrophenvorsorge. Denn viele Katastrophen werden erst durch Armut besonders katastrophal“, so Oliver Müller, Leiter von Caritas international.

„Trotz enormer Probleme und Schwierigkeiten ist die Tsunami-Hilfe eine Erfolgsgeschichte. Sie hat sich für unzählige Kinder und ihre Familien als eine echte Chance für einen Neuanfang nach der Katastrophe erwiesen“, sagte Regine Stachelhaus, Geschäftsführerin von UNICEF Deutschland.

Nach dem Tsunami wurde sichtbar, welch enorme Hilfsbereitschaft weltweit mobilisiert werden kann. Doch das Leid in vielen anderen Krisenländern wird weiter zu oft übersehen. Neben Hunger und Armut haben wir eine neue Herausforderung: Der Klimawandel ist der Tsnuami von Morgen. Wir würden uns wünschen, dass die Welt für diese Opfer die gleiche Welle der Solidarität zeigt“, so Dr. Rudolf Seiters, Präsident des Deutschen Roten Kreuzes.

Am zweiten Weihnachtstag 2004 löste ein Erdbeben der Stärke 9,3 vor der indonesischen Halbinsel Sumatra riesige Flutwellen aus. Mit einer Geschwindigkeit von über 600 Stundenkilometern trafen sie auf Tausende unvorbereitete Küstenorte rund um den Indischen Ozean. Schätzungsweise 228.000 Menschen starben und mehr als 1,5 Millionen Menschen wurden obdachlos. Am stärksten betroffen waren die indonesische Insel Sumatra, Sri Lanka und Südindien. Auch in Somalia, Malaysia und Myanmar forderte der Tsunami zahlreiche Opfer. Weltweit wurden Spenden in Höhe von insgesamt 13,5 Milliarden Dollar bereitgestellt

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