WIEN, 13. Januar 2010 (ZENIT.org/PEW) .- "Ich bin überzeugt, die Christen sind der Trennungen schon müde", so Nicolae Dura, der neue Vorsitzende des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich. Sichtbares Zeichen der längst notwendigen Einheit der Christen ist die Weltgebetswoche von 18. bis 25. Januar. Sie steht in diesem Jahr unter dem Motto "Jesus ist auferstanden, und ihr seid Zeugen"."Das Thema für die Weltgebetswoche ist heuer ganz optimistisch", erklärt der rumänisch-orthodoxe Bischofsvikar Nicolae Dura, der seit Anfang des Jahres Vorsitzender des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ) ist. Das weltweite Motto der Gebetswoche für die Einheit der Christen ist dem Lukasevangelium entnommen: "Jesus ist auferstanden und ihr seid Zeugen" (Lk 24,48). Die "Auferstehung" sei ein "Zeichen unseres besonderen christlichen Bewusstseins", betont Bischofsvikar Dura im Gespräch mit Radio Stephansdom.
"Ich würde dieses Motto auch als Einladung für uns Christen verstehen. Wir sollten eigentlich als 'auferstandene Christen' leben", sagt Bischofsvikar Nicolae Dura. Damit sei eine bestimmte Perspektive gemeint: "Wir wurden durch die Kreuzigung, durch das Opfer Christi und seine Auferstehung erlöst. Und wir sollen auch in unserem irdischen Leben als 'auferstandene' Diener und Christen weiterleben."
In der Ökumene sei ihm besonders wichtig, wieder "die tiefe christliche Einheit zu entdecken". Das sei aber keine Neuigkeit, so Bischofsvikar Dura, diese Bestrebungen gäbe es schon seit Jahrhunderten. "Ich bin überzeugt, die Christen sind der Trennungen schon müde. Und sie spüren schon diese Notwendigkeit." Grund und Vorbild des Gebets um die Einheit sei das Gebet Christi, der im Johannesevangelium (Joh 17) in seinem letzten Gebet vor der Kreuzigung mit den Worten "alle sollen eins sein" für die Einheit Christen gebetet hat, erklärt Dura.
Der Vorsitzende des ÖRKÖ beschreibt die Ökumene als Teil des christlichen Glaubens: "Wenn wir an Christus glauben, müssen wir auch an die Einheit der Christen glauben." Im Glaubensbekenntnis würden, so Dura, seit 1700 Jahren alle Christen, ob Orthodoxe, Katholiken oder evangelische Christen bekennen: "Ich glaube an 'eine' Kirche". Damit sei die "eine" Kirche Christi gemeint. "Aber wir Christen leben nicht einheitlich in der Kirche Christi, sondern wir sind wegen unserer Sünde in diesen Trennungen." Diese "menschlichen Trennungen und Mauern" zwischen den Christen seien Realitäten, betonte Dura.
















