ZG10020502 - 05.02.2010
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Wien: Libanesische Maronitische Missionare feiern orientalischen Messritus


Eucharistiefeier im maronitischen Ritus zum Namenstag des hl. Maron am 9. Februar


WIEN, 5. Februar 2010 (ZENIT.org).- Eine Eucharistiefeier im maronitischen Ritus im Herzen Europas. In Wien wird wird es das zum Namenstag des hl. Maron geben, denn dort gibt es eine maronitische Gemeinde. Die katholische Kirche präsentiert sich in vielen Regionen der Erde vornehmlich als die Kirche des Okzidents, als abendländische Kirche. Ihr steht im Bewusstsein der Menschen die Orthodoxie als Kirche des Ostens gegenüber. Angesichts der deutlichen zahlenmäßigen Vorherrschaft des lateinischen Ritus in der katholischen Kirchen und der überragenden Bedeutung des Petrusamtes in der öffentlichen Wahrnehmung ist es nicht verwunderlich, wenn kaum bekannt ist, dass es innerhalb der katholischen Kirche neben dem lateinischen Ritus noch über 20 orientalische Kirchen gibt.

Nachdem der Servitenorden den Wiener Konvent in der Rossau geschlossen hat, hat Kardinal Christoph Schönborn die seelsorgliche Leitung der Pfarre Rossau mit 1. September 2009 der Kongregation der Libanesischen Maronitischen Missionare (CML) anvertraut und P. Michel Harb zum Pfarrer ernannt., der kam nach Theologiestudium und seiner Priesterweihe im Libanon im Jahr 2002 nach Wien. Die Kongregation der Libanesischen Maronitischen Missionare (im Jahr 1865 im Kreim Kloster unter der Leitung des Bischofs Jouhana El Habib (1816-1894) in Ghosta/Libanon gegründet) ist eine Gemeinschaft von Priestern und Brüdern, die sowohl im Libanon als auch im Ausland für die pastorale Arbeit in den Pfarren tätig sind.

Nach dem Gottesdienst im maronitischen Ritus, der um 18.30 Uhr beginnt, wird Univ.Ass. Mag. Johannes Sporer vom Institut für Liturgiewissenschaft der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien einen Vortrag über die maronitische Liturgie halten.

Seit der Zeit der Apostel treffen sich die Christen am Sonntag, um Eucharistie zu feiern Obwohl die wesentlichen Inhalte der Eucharistiefeier überall gleich sind, gibt es doch Unterschiede in ihrer äußeren Gestalt. Die maronitische Liturgie schöpft aus den reichen Schätzen der urchristlich syrischen Tradition, sie betet auf Arabisch und Aramäisch, und verbindet diese Tradition mit Elementen des westlichen römischen Ritus.

Der hl. Maron war ein christlicher Eremit und Priester im Orient. Er wurde zum Namensgeber für die Maroniten. Sein Namenstag wird am 9. Februar gefeiert. Im Libanon ist dies ein offizieller Feiertag. Die maronitische Kirche gehört zu den katholischen Ostkirchen mit syro-antiochenischem Ursprung. Sie ist im Libanon und im Nahen Osten verwurzelt und in der ganzen Welt verbreitet ist. Seit dem 12. Jh. ist sie - unter Beibehaltung ihres Ritus (syrisch-maronitisch) - mit der katholischen Kirche uniert und erkennt den Bischof von Rom als Oberhaupt an, hat aber eine eigene Hierarchie.

Ihr Patriarch, Kardinal Nasrallah Sfeir, hat heute seinen Sitz in Bkerke nördlich von Beirut. Weltweit gibt es etwa 6 Millionen Maroniten. Die größte Gruppe, etwa 1,5 Mio., lebt im Libanon, wo die Maroniten 25 Prozent der Bevölkerung bilden und nach der libanesischen Verfassung den Präsidenten stellen.

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