ROM, 9. März 2010 (ZENIT.org).-Caritas Internationalis fordert jetzt in Rom Regierungen und die internationale Gemeinschaft dazu auf, Migranten - zumeist Frauen -, die als Hausangestellte, Babysitter und Pflegepersonal arbeiten, vor Ausbeutung zu schützen.
Wer Hausarbeit leiste, bestätigte die Caritas in einer Erklärung, werde häufig Opfer von Menschenhandel und Missbrauch. Selten gebe es für solche Arbeitsverhältnisse irgendeine Form von Rechtschutz.
Missbrauch sei oft schwierig nachzuweisen, weil der Arbeitsplatz ein Privathaus sei. In diesem Zusammenhang forderte die Caritas, diesen Arbeitnehmern den gleichen Rechtsschutz an ihrem Arbeitsplatz zu gewähren, wie anderen Arbeitnehmern.
„Neben der Gefahr des Missbrauchs erhalten Haushaltshilfen keine Sozialversicherung, oder Arbeitsschutz gegen Überstunden oder Unterbezahlung", erinnert Martina Liebsch, Präsidentin der Migrationskommission der Caritas Europa. „Viele fürchten Vergeltungsmaßnahmen durch die Arbeitgeber, wenn sie bei den Behörden Klage einlegen, und leben daher weiterhin wie moderne Sklaven."
Die Internationale Arbeitsorganisation, eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen, die für internationale Standards der Arbeitsbedingungen verantwortlich ist, soll in einem Entwurf für eine Konvention im Juni nächsten Jahres die Rechte von Hausangestellten studieren.
Die Caritas fordert bestimmte Klauseln für eingewanderte Hausangestellte, in denen unter anderem festgelegt werden soll, dass die Arbeit und Unterkunft nicht an ein und denselben Arbeitgeber gebunden sein sollen.
Die Organisation forderte außerdem die Schaffung von Zentralen für Beschwerden und Ausgleichsregelung für Migranten, die als Hausangestellte arbeiten, unabhängig von ihrem Rechtsstatus.
Die Hausarbeit sollte ferner durch die Schaffung von Arbeitsagenturen geregelt werden, die als Vermittler zwischen Arbeitgebern und zugewanderten Arbeitskräften fungieren sollen. Diese Strukturen sollen auch die Beachtung der Arbeitsstandards und die Qualität der verrichteten Arbeit sichern.
In Anbetracht der wachsenden Anforderungen von Hausangestellten und Pflegepersonal fordert die Caritas die Regierungen auf, Wege für eine legale Arbeitsmigration für diejenigen zu schaffen, die ihr Land verlassen wollen.
(SC)
















