ZG10072804 - 28.07.2010
Permalink: http://www.zenit.org/article-21156?l=german

Moskau: Erzbischof Mennini kann erstmals als Nuntius arbeiten


MOSKAU, 28. Juli 2010 (ZENIT.org).- Der Heilige Stuhl hat am Dienstag mitgeteilt, dass Erzbischof Antonio Mennini (63), der bis jetzt als Repräsentant des hl. Stuhles für die Russische Föderation ernannt worden war, nun offiziell als Nuntius, Botschafter des Vatikans, arbeiten kann. Er durfte am 15. Juli offiziell sein Beglaubigungschreiben Sergej Lavrov, dem Minister für Auswärtige Angelegenheiten der Russischen Föderation, überreichen.

Alexander Krusko, Stellvertretender Vorsitzender des Ministeriums für Auswärtige Angelegenheiten, sprach in seinem Grußwort von der historischen Entwicklung dieser Beziehung, die „sich durch eine wachsende Einheit im Geist und wachsender Zusammenarbeit" auszeichnet, hieß es jetzt in L`Osservatore Romano.

Mennini wurde 1947 in Rom geboren und wurde im Jahr 2002 von Papst Johannes Paul II. zum Repräsentanten ernannt, da der Heilige Stuhl und Moskau keine vollständigen diplomatischen Beziehungen mit der russischen Föderation unterhalten hatten.

Im Dezember 2009 hatte der Heilige Stuhl offiziell das Vorhaben bestätigt, volle diplomatische Beziehungen zu Russland aufzunehmen. Ein entsprechendes Papier mit der Anweisung an den Außenminister hatte der russische Präsident Dimitri Medwedew am 7. Dezember unterzeichnet.

Schon im Herbst 2007 hatte der damalige, verstorbene russisch-orthodoxe Patriarch von Moskau, Alexeij II., die Bemühungen des offiziellen Vertreters des Heiligen Stuhls in Russland, Erzbischof Antonio Mennini, die Beziehungen der beiden Kirchen zu verbessern, offiziell gewürdigt.

Erzbischof Antonio Mennini wurde dafür von Alexeij II. mit dem Orden dritten Grads des heiligen Prinzen Daniel von Moskau ausgezeichnet. Die Verleihung erfolgte „in Anerkennung seiner Bemühungen um gute Beziehungen zwischen der russisch-orthodoxen und der römisch-katholischen Kirche und anlässlich seines 60. Geburtstags", heißt es auf der offiziellen Webseite des Moskauer Patriarchats.

Der russische Präsident Dimitri Medwedew war am 3. Dezember 2009 im Vatikan in Audienz empfangen worden. Bei der Begegnung hatte er sich mit Papst Benedikt darauf geeinigt, die diplomatischen Beziehungen entsprechend aufzuwerten. Zuvor hatten bereits Arbeitskontakte zwischen Russland und Rom bestanden. Bei dem Zusammentreffen ging es auch um internationale wirtschaftliche und politische Fragen, hieß es in einer offiziellen Erklärung. Auch sei es um aktuelle Herausforderungen für Sicherheit und Frieden sowie Kultur und Soziales, wie den Beitrag der Gläubigen für das Leben in Russland gegangen.

| More

© Innovative Media, Inc.

Die Weiterverwendung der ZENIT-Dienste ist nur mit ausdrücklicher Erlaubnis gestattet.
Wenden Sie sich bitte an info-autorenrechte@zenit.org .



Weiterleiten Beitrag kommentieren
Druckformat PDF-Ansicht
Anfang


ZENIT per E-Mail | RSS | Geschenkabo | Weiterempfehlen | Spende

| Nutzungsbedingungen | Beiträge und Bemerkungen senden | Kontakt aufnehmen | Startseite

© Innovative Media, Inc.