NAIROBI, 3. September 2010 (ZENIT.org).- "Die Kommunikation wird heute als wichtigster Areopag der modernen Welt betrachtet und macht die Menschheit zu einem globalen Dorf. In diesem Sinne wollen wir uns als katholische Medienschaffende für die friedliche und ganzheitliche Entwicklungszusammenarbeit unseres Kontinents einsetzen", so der Vorsitzende der Kommission für Soziale Kommunikation der Kenianischen Bischofskonferenz, Bischof Alfred Kipkoech Arap Rotich, bei der Eröffnung einer Tagung über Kirche und Medien, die gestern in Nairobi zu Ende ging.
Im Mittelpunkt der Beratungen, die am Dienstag begonnen haben, stand die Gründung eines katholischen Informationsdienstes für den afrikanischen Kontinent.
Die Veranstaltung wurde vom Symposium der Bischofskonferenzen von Afrika und Madagaskar (SECAM) in Zusammenarbeit mit dem katholischen Medienerat (CAMECO) organisiert.In seiner Eröffnungsansprache betonte Bischof Rotich, dass Medienschaffende Informationen liefern sollten, die es den Personen ermöglichen richtige Entscheidungen im Hinblick auf Konflikte und Herausforderungen zu treffen. Dabei forderte er die katholischen Medienschaffenden zur Zusammenarbeit auf.
Bischof Rotich erinnerte dabei auch an die Gefahren einer von der Technik dominierten Welt der Information, in der das Risiko besteht, dass die menschlichen Werte an zweite Stelle treten. „Wir leben in einer Welt, die mehr und mehr vernetzt ist, in einer globalen Gesellschaft mit einer interaktiven Kommunikation und einem Austausch von Informationen, der einen tiefen kulturellen Wandel mit sich bringt. Der Ausdruck „globales Dorf" stehe jedoch nur für den technologischen Fortschritt und berücksichtige kaum die globalen menschlichen Beziehungen". Deshalb dürfe man die Gefahren einer falschen Nutzung der Macht der Medien nicht unterschätzen.
P. Janvier Marie Gustave Yameogo vom Päpstlichen Rat für Soziale Kommunikationsmittel betonte dass es bereits Nachrichtendienste in Afrika gäben, wie zum Beispiel die Nachrichtenagentur DIA (in Kinshasa) und CISA (in Nairobi), die viel leisteten.
Doch es gebe noch zu wenige interaktive Beziehungen und keine Zusammenarbeit zwischen den bestehenden Einrichtungen. Diese Fragmentierung sei eine große Schwäche, denn „als Kirche müssen wir unsere Geschichte im Rahmen eines Netzwerks verkünden".
















