ZG10090610 - 06.09.2010
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Steinigung einer Frau im Iran: Vatikansprecher will Papst Benedikt XVI. einschalten


"Der Vatikan ist seit jeher gegen die Todesstrafe"


ROM, 6. September 2010 (ZENIT.org).- Die zum Tode verurteilten Iranerin Sakineh Mohammadi Aschtiani wird von Papst Benedikt XVI. Unterstützung bekommen. Der Pressesprecher des Heiligen Stuhls, P. Frederico Lombardi SJ, bestätigte gestern, dass er sich beim Papst dafür einsetzen werde: "Der Vatikan ist seit jeher gegen die Todesstrafe, und die Steinigung ist eine ihrer besonders grausamen Formen", erklärte der Jesuitenpater.

Wenn der Heilige Stuhl auf dem gebotenen Weg um eine Intervention in humanitären Fragen in anderen Ländern gebeten wird, wie dies oft in der Vergangenheit geschehen ist, tut er dies nicht über öffentliche, sondern viel mehr über diplomatische Kanäle", so Lombardi.

Der italienische Außenminister Franco Frattini plädierte am Sonntag für einen „Gnadenakt" der iranischen Regierung. Anfang der Woche war er bereits gemeinsam mit der Gleichstellungsministerin Mara Carfagna für die zum Tode durch Steinigung Verurteilte eingetreten. In Rom und anderen Städten hängen großformatige Poster mit dem Foto der bedrohten Frau.

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